Donnerstag, 09. Februar 2012

- letzte Aktualisierung: 08.02.2012 um 02:49 Uhr


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HG Rosdorf-Grone: 30:31 gegen Barsinghausen

Bestes Saisonspiel – keine Punkte!

Marcus Wuttke in Bedrängnis. Foto: Wenzel

Marcus Wuttke in Bedrängnis. Foto: Wenzel

Die HG Rosdorf-Grone lieferte gegen den Oberliga-Spitzenreiter aus Barsinghausen einen großen Kampf, doch sie unterlag knapp mit 30:31 (16:16). Dass die Zuschauer in der Sporthalle am Siedlungsweg das beste Spiel der HG in dieser Saison gesehen hatten, half dann auch nichts. Bitter, dass die Rosdorfer nun länger auf Tobias Westendorf verzichten müssen. Dem riss bei einem Antritt die Achillessehne.

(Rosdorf / bb) Der ungeschlagene Tabellenführer aus Barsinghausen begann stürmisch. Die körperlich unterlegenen Spieler wirbelten mit schnellem Kombinationsspiel die Rosdorfer Abwehr durcheinander, führten nach drei Minuten mit 0:3. Nach diesen Kurztiefschlaf nahm das Team von Lars Rindlisbacher den Fight an. Besonders Jonas Norpoth machte im Angriff viel Dampf – Rosdorf kam heran. In der 12. Minute dann die Schrecksekunde. Westendorf trat an, ein deutliches „Klack“ war zu vernehmen, die Achillessehne war gerissen. Westendorf wurde auf einer Matte „zwischengelagert", bis der Rettungswagen kam.
Das Spiel wurde wieder aufgenommen, Torhüter Sascha Kurzrock – wieder mit viel Licht aber auch Schatten – hielt einen Tempogegenstoß, brachte sein Team ins Spiel zurück. In der 23. Minute ließ Sebastian Frank Barsinghausens Deckungsstrategen Olaf Seegers im 1:1 keine Chance und erzielte den 12:12-Ausgleichstreffer, Erik Hogreve setzte mit der ersten Führung dann noch einen drauf. Sanitäter brachten Westendorf nun ins Krankenhaus.
Doch die quirligen Gäste blieben ihrer Linie treu: Sie stellten die zu wenig verschiebende und zu offensive HG-6:0-Deckung bloß. Jonas Norpoth war noch vor dem Pausenpfiff mit zwei Zeitstrafen belastet. Unentschieden zur Halbzeit in einem guten Oberligaspiel.
Nach dem Wechsel deckte Barsinhausen offensiv – 4:1:1 (vier am Kreis und zwei Vorgezogene voreinander!). Das bereitete den Rosdorfern sichtlich Schwierigkeiten, sie spielten umständlich und verloren die Bälle, Barsinghausen ging wieder in Führung. Doch dieses Deckungssystem der Gäste war auch mit Risiken verbunden.
Es hagelte Zeitstrafen, auch weil sich die HG ab der 40. Minute besser darauf eingestellt hatte. Drei Gästespieler, dann nur noch zwei, Rote Karte gegen den starken Spielmacher Sebastian Reichardt, Christian Brand & Co. holten auf und gingen sogar wieder in Führung. Aber sie verloren auch Norpoth (47.) durch die dritte Zeitstrafe.
Der Tabellenführer kam dank Ralf Drombowski zurück, erzielte in der 59. Minute sogar die erneute Führung. Rosdorf war wieder an der Reihe, Wuttke bediente Reifschneider. Der erzielte mit einem Heber (leider zu früh) den Ausgleich zum 30:30. Denn noch waren knapp 30 Sekunden zu spielen. Barsinghausen spielte aus, Freiwurf. Der Ball kam zu Bastian Harendt, der stieg hoch und brachte den Ball rechts unten im Tor unter. Abpfiff. Der Rest war Barsinghäuser Traubenbildung und Rosdorfer Trauer.
„Mit diesem Spiel sind wir erwachsen geworden“, so Barsinghausens Trainer Stefan Wyss. Er lobte sein Team, dass selbst beim Spiel zwei gegen sechs den Rückstand in Grenzen gehalten hatte.
„Das war unser bestes Saisonspiel, ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, haderte HG-Coach Rindlisbacher nach den spannenden 60 Minuten.

Tore HG Rosdorf-Grone:
Kurzrock, Fink (n.e.) – Brand 9, Kanar 6/3, Norpoth 5, Wuttke 3/1, Frank 2, Reifschneider 2, Hogreve 2, Jentsch 1.

Spielfilm:
0:3 (3.), 2:4 (5.), 3:6 (10.), 5:7 (14.), 6:8 (16.), 9:12 (20.), 12:12 (23.), 15:14 (27.), 17:17 (33.), 19:19 (36.), 19:22 (38.), 21:23 (40.), 24:24 (43.), 25:26 (51.), 29:30 (58.)

Beste Spieler:
Norpoth, Kanar – Sebastian Reichart (4), Paul Schirmer (6), Ralf Drombowski (4)

Siebenmeter:
4 / 4 - 7 / 4

Zeitstrafen:
6 – 10 Min.

Rote Karte:
Sebastian Reichardt (Barsinghausen)

Zuschauer:
181

Schiedsrichter:
Schmidt / Schmidt (Wittingen)

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