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handball-Oberliga: HG 29:27 / TV Jahn 36:32
Der Trainer als Matchwinner
Nach einer temporeichen und intensiven Partie haben die Oberliga-Handballer der HG Rosdorf-Grone den Regionalliga-Absteiger Lehrter SV 29:27 (12:13) niedergerungen. Nach dem Schlusspfiff hatten die ausgepumpten Gastgeber kaum noch Luft zum Feiern. Die HG bleibt damit zu Hause ungeschlagen und der Trainer war zufrieden: „Ich hatte vor dem Spiel gesagt, dass wir Lehrte unter 28 Toren halten müssen, um zu gewinnen. Insofern ist der Mannschaft eine Punktlandung gelungen.“
Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, die HG konnte beim 9:7 (23.) als erstes Team einen Zwei-Tore-Vorsprung erkämpfen. Der aber war nur eine Minute später wieder futsch, Lehrte machte Tempo ohne Ende, hatte in Torhüter Moritz Meyer einen überragenden Rückhalt und zur Pause die Nase knapp vorn. Die HG vergab selbst klare Tempogegenstöße (Brandes, Kanar) und Siebenmeter (Kanar) oder scheiterte am Pfosten.
Nach dem Wechsel die Gastgeber endlich in blauen Ausweichtrikots, doch in Blau ging es zunächst nur bergab. Lehrte hatte in Marcel Wendt den überragenden Spieler auf dem Parkett und zog auf 14::18 davon (38). Da platzte auch Trainer Rindlisbacher der Kragen und der avancierte nun zum Matchwinner. Zuerst betätigte er sich als Wischer und polierte das Parkett für die Aufholjagd, dann brachte er im Tor Sascha Kurzrock für den nach dem Wechsel glücklosen Martin Bode und obendrein nahm er noch eine Auszeit, stauchte seine Truppe ungewohnt lautstark zusammen: „Spielt jetzt endlich Handball!“ Und prompt drehte sich das Spiel. In nur sieben Minuten schafften die Gastgeber den Ausgleich zum 19:19 (44.) und ließen sich auch nicht durch den erneuten 19:21-Rückstand (47.) beirren. Lehrte musste dem hohen Tempo nun Tribut zollen, die Fehlerquote der Gäste stieg in der entscheidenden Schlussphase merklich an und Kurzrock brachte sein Team mit glänzenden Paraden endgültig auf die Siegerstraße. Torjäger Christian Brand machte mit seinen Treffern 9 und 10 zum 28:27 (58.) und 30 Sekunden vor Schluss zum 29:27 den Sieg perfekt.
Am Ende konnten es sich die Gastgeber sogar leisten, insgesamt drei Siebenmeter zu vergeben. Frederik Brandes: „Im Angriff war das noch nicht so prall, da haben wir oft viel zu schnell und undiszipliniert abgeschlossen.“
Am kommenden Mittwoch, 31. Oktober, um 20 Uhr steigt in der Rosdorfer Halle am Siedlungsweg das Nachholspiel gegen den TuS Altwarmbüchen.
HG Rosdorf - Grone: Bode, Kurzrock (ab 37.) – Brand 10, Wuttke 6/1, Kanar 4/1, Brandes 3, Lück 3/1, Frank 2, Norpoth 1, Ankrah, Salam, Hartdegen (alle n.e.).
Spielfilm: 2:2 (4.), 4:4 (8.), 6:6 (17.), 9:9 (24.), 11:11 (26.), 12:14 (33.), 14:18 (38.), 19:19 (45.), 19:21 (47.), 21:21 (48.) 23:23 (51.), 24:24 (53.), 26:24 (54.), 27:26 (56.), 27:27 (58.)
Beste Spieler: Brand, Wuttke, Kurzrock – Meyer (TW) , Wendt 8/3, Dreißigacker 7, Festerling 5
Siebenmeter: 6 / 3 - 4 / 3
Zeitstrafen: 12 – 8 Min.
Rot: Festerling (Lehrte, 57. M., 3 x 2 Minuten)
Zuschauer: 244
Schiedsrichter: Lewaszkiewicz / Schönfeldt (Garbsen / Braunschweig)
Spitzenreiter: TV Jahn 36:32
Der TV Jahn Duderstadt ist zumindest bis heute Abend Tabellenführer der Handball-Oberliga. Beim MTV Vorsfelde gewannen die Eichsfelder 36:32 (17:17). Vor allem in der ersten Halbzeit machte sich bei den Gästen das Fehlen der Abwehrstrategen Pietsch und Möller bemerkbar, die Duderstädter Verteidigung offen wie ein Scheunentor, da konnte selbst eine 12:8-Führung (16.) nicht gehalten werden, zur Pause war beim 17:17 wieder alles offen. Dabei sollte es auch bis zur 44. Minute bleiben, als Vorfelde sogar 28:26 in Führung lag. Dann gab Matthias Heim ordentlich Gas, mit vier Treffern zum 28:31 (52.) drehte es das Spiel fast im Alleingang.
Tore: Heim 13/5, Tetzlaff 7, Kobusinski 4, Krist 3, Artmann 3, Ahrens 3, Hartdegen 2 und Nass 1.



