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1. Basketball-Bundesliga: BG 74-Männer 68:76
Es hätte so schön sein können
Es hätte ein so schöner Abend werden können. Mit 3 474 Zuschauern erstmals eine ausverkaufte Lokhalle, der Minister zu Besuch, das Team stark verbessert, doch am Ende nur lange Gesichter. Die Männer der BG 74 kassierten im Heimspiel gegen EWE Baskets Oldenburg mit 68:76 (32:34) die fünfte Niederlage in Folge. Eine Aufholjagd im letzten Viertel konnte auch nicht verhindern, dass die Veilchen seit mehr als einem Jahr erstmals wieder in heimischer Halle als Verlierer vom Parkett gingen. Trainer John Patrick war nach dem Spiel dennoch stolz auf seine Jungs: „Viele haben gedacht, dass wir hier keine Chance haben. Am Ende waren wir nahe dran am Sieg.“ Auch sein Gegenüber Pedrag Krunic lobte die Gastgeber: „Wir haben hier gegen eine gute Mannschaft gewonnen. Es war sehr schwer, gegen die starke Defense der BG zu punkten.“
In der Tat zeigten sich die Veilchen nach dem Desaster in Jena stark verbessert, und sie hatten auch einen Neuzugang dabei, Keonie Watson vom ASC 46 Göttingen wurde in dieser Woche als Nachfolger von Philipp Nies verpflichtet, der nur noch bis Januar zur Verfügung steht. Auf der Bank durfte mal wieder Babis Douloudis Platz nehmen, neben ihm in Zivil überraschend auch Willie Jenkins. Ein Denkzettel für das schwache Spiel in Jena? „Das hatte interne Gründe“, so Patrick kurz und knapp zu der Personalie.
Die BG zeigte sich stark verbessert, konnte sich zu Beginn des 2. Viertels sogar über eine 22:15-Führung freuen. Angeführt von einem überragenden Jahmar Thorpe, der an diesem Abend im Spiel 1 gegen 1 nie zu stoppen war, hatten die Veilchen den Gegner im Griff. Nach dieser Führung aber war es damit vorbei. Die Center Schröder, Hanson und Dill bekamen keinen Stich und kamen schnell in Foul-Trouble, die Oldenburger trafen traumhaft sichere Dreier und vor dem letzten Viertel lag die BG plötzlich mit 46:56 zurück.
Dennoch: Die BG kämpfte, kam wieder auf zwei Punkte ran und hatte den Gast am Rand einer Niederlage. Am Ende fehlten ein paar Optionen (die saßen in Zivil auf der Bank), ein bisschen Glück und ein paar weniger unglückliche Schiri-Entscheidungen. Die BG hatte endlich einen Gegner unter 80 Punkten gehalten und stand am Ende doch mit leeren Händen da...
Punkte: Thorpe 22, Brooks 10, Ivey 7, Kirkley 7, Moore 6, Dill 4, Mulic 3, Watson 3, Nies 2, Grimaldi 2 und Hanson 2.
Beste Spieler: Thorpe, Brooks - Paulding 25, Pekovic 14, Majstorovic 13 und Perkovic 12.
Dreier: Thorpe 1, Watson 1, Ivey 1 – Paulding 3, Pekovic 4
Spielfilm: 4:9 (4.), 14:14 (8.), 20:14 (12.), 26:26 (16.), 32:34 (20.), 37:44 (24.), 44:50 (28.), 48:59 (32.), 61:64 (36.)
Freiwürfe: 13 v. 21 - 29 v. 39
Trefferquote Feld: 38 % - 35 %
Rebounds: 44 - 38
Viertel: 18:14, 14:20, 14:22, 22:20
Zuschauer: 3 744 (ausverkauft)
Giessen - Paderborn 80:89
Köln - Bremerhaven 61:76
Alba Berlin - S. C. Jena 80:64
Rat. Ulm - TBB Trier 92:70
Ludwigsburg - Frankfurt 94:71
Artland D. - Bamberg 73:69
Tübingen - Leverkusen 77:79


