Leserservice
Haben Sie Fragen, Anre- gungen oder Probleme mit der Zustellung?
Extra Tip Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. 9:00 - 18:00 Uhr
Prinzenstraße 10-12
37073 Göttingen
JVA Rosdorf
Es zieht sich hin...
Es ist das Prunkstück in Sachen Gefangenenverwahrung in Niedersachsen: Die hochmoderne Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf. Immer wieder kam die zuständige Ministerin, legte den Grundstein, feierte das Richtfest – doch allzuviel Glück scheint das nicht gebracht zu haben. Der Einzug der Gefangenen verzögert sich weiter – vor Ende Juni 2007 werden die wohl nicht in Rosdorf „zu Hause“ sein.
(bb) Schon längst sollte die neue JVA in Rosdorf ihren regulären Betrieb aufgenommen haben. Bauliche Mängel, Schwarzarbeit und Insovenzen von Unternehmen, die am Bau beteiligt waren, warfen das Projekt immer wieder zurück. Als neuer Einzugstermin war der 1. Januar 2007 ganz fest ins Auge gefasst worden. Doch dieser Termin ist nun auch nicht zu halten, weil eine weitere Firma in die Insolvenz gegangen ist. „Das ist nun schon die achte Firma, die wir verloren haben“, berichtet Fred Apel, Leiter des Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen.
Dennoch sollte der Terminplan eigentlich eingehalten werden können, so Apel. „Die Abnahme und Betriebnahmephase läuft dann parallel zu den noch durchzuführenden technischen Gewerken“, so Apel. Für die technischen Gewerke musste es eine neue Ausschreibung geben, dies sei schon geschehen, so Apel. Er betont: „Wir liegen ganz gut!“ Im Finanz- und Justizministerium würden schon die Planungen für die offizielle Einweihung laufen.
Der Rosdorfer Justizvollzugsanstalts-Leiter Helmut Schütze ist von der erneuten Verschiebung des Einzugstermins nicht sonderlich begeistert. Er macht sich besonders Sorgen um die Mitarbeiter, die er für die neue JVA Rosdorf im Jahr 2000 eingestellt hat. „Die arbeiten jetzt im gesamten Land Niedersachsen verteilt!“ Etwa 70 Angestellte, davon viele junge Familienväter und eigentlich für die JVA Rosdorf eingestellt, machen derzeit ihren Dienst beispielsweise im Emsland. „Die Mitarbeiter verlieren die Lust“, befürchtet Schütze und hofft, dass diese ausgewöhnliche Belastung schnellstmöglich wegfallen kann.
„Ich bin richtig wütend, dass sich die Fertigstellung der JVA Rosdorf so verzögert. Das geht nicht nur zu Lasten der Mitarbeiter und ihrer Familien, die seit Jahren in Rosdorf ihren Dienst beginnen wollen“, so Gabriele Andretta, SPD-Landtagsabgeordnete, „sondern auch zu Lasten der Gefangenen, die in den überbelegten niedersächsischen JVAs untergebracht sind. Ich werde im Dezember-Plemum das zum Thema im Landtag in Hannover machen“, verspricht die SPD-Landtagsabgeordnete.
Die JVA Rosdorf ist geplant für 308 Haftplätze. Der Gesamtkomplex umfasst innerhalb der 6,5 Meter hohen Mauer die Eingangsschleuse, Garagen, Verwaltung, Haftbereich, Sporthalle, Werkstätten, Wirtschaftsgebäude und technische Bereiche. Die geplanten Kosten bezifferte das niedersächsische Finanzministerium mit61,6 Millionen Euro. Ob diese Summe einzuhalten ist, scheint ebenfalls fraglich...
Der Rosdorfer Justizvollzugsanstalts-Leiter Helmut Schütze ist von der erneuten Verschiebung des Einzugstermins nicht sonderlich begeistert. Er macht sich besonders Sorgen um die Mitarbeiter, die er für die neue JVA Rosdorf im Jahr 2000 eingestellt hat. „Die arbeiten jetzt im gesamten Land Niedersachsen verteilt!“ Etwa 70 Angestellte, davon viele junge Familienväter und eigentlich für die JVA Rosdorf eingestellt, machen derzeit ihren Dienst beispielsweise im Emsland. „Die Mitarbeiter verlieren die Lust“, befürchtet Schütze und hofft, dass diese ausgewöhnliche Belastung schnellstmöglich wegfallen kann.
„Ich bin richtig wütend, dass sich die Fertigstellung der JVA Rosdorf so verzögert. Das geht nicht nur zu Lasten der Mitarbeiter und ihrer Familien, die seit Jahren in Rosdorf ihren Dienst beginnen wollen“, so Gabriele Andretta, SPD-Landtagsabgeordnete, „sondern auch zu Lasten der Gefangenen, die in den überbelegten niedersächsischen JVAs untergebracht sind. Ich werde im Dezember-Plemum das zum Thema im Landtag in Hannover machen“, verspricht die SPD-Landtagsabgeordnete.
Die JVA Rosdorf ist geplant für 308 Haftplätze. Der Gesamtkomplex umfasst innerhalb der 6,5 Meter hohen Mauer die Eingangsschleuse, Garagen, Verwaltung, Haftbereich, Sporthalle, Werkstätten, Wirtschaftsgebäude und technische Bereiche. Die geplanten Kosten bezifferte das niedersächsische Finanzministerium mit61,6 Millionen Euro. Ob diese Summe einzuhalten ist, scheint ebenfalls fraglich...


