Donnerstag, 09. Februar 2012

- letzte Aktualisierung: 08.02.2012 um 02:49 Uhr


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2. Basketball-Bundesliga: BG 74-Männer 96:79

Feuerwerk nach der Pause

Der Mann der letzten Minuten: Robert Dill (l.). Foto: Wenzel

Der Mann der letzten Minuten: Robert Dill (l.). Foto: Wenzel

Die Basketballer der BG 74 haben einen der vielen Verfolger in der 2. Bundesliga Nord vorerst abgeschüttelt. Im Spitzenspiel gegen die Düsseldorf Magics demonstrierten die Veilchen eindrucksvoll ihre Stärken und schickten den chancenlosen Gegner klar mit 96:79 (47:44) nach Hause. „Düsseldorf hat eine starke Mannschaft, aber wir haben heute gezeigt, wo wir stehen“, freute sich Co-Trainer Martin Lindemeier.

(Göttingen / luco) Gegen die Defensivkünstler aus Düsseldorf mussten die Gastgeber auf den an einer Bronchitis erkrankten Babis Douloudis verzichten, dafür war der in der Woche vom TSV Nördlingen verpflichtete Power Forward Robert Dill (24) erstmals mit dabei. In Sachen Neuverpflichtungen legten die Magics in der Woche auch noch einen drauf, sie hatten in der FKG-Halle erstmals Ex-Nationalspieler Vladi Bogojevic dabei.
061203_grimaldi_hochDie Veilchen starteten mit ihrem gewohnten Power-Basketball, schon in der ersten beiden Minuten zwangen sie die Gäste zu zahlreichen Ballverlusten. Die BG erwies sich auch gegen die beste Defense der Liga als fleißiger Punktesammler, hier und da ein Dreier und über 8:3 (3.) und 14:8 (4.) zogen die Gastgeber auf 19:11 (6.) und 25:17 (9.) davon. Das sie das erste Viertel nur mit einem Punkt Vorsprung gewannen, hatte einen guten Grund. Und der hieß Philip Godfrey. Der amerikanische Playmaker der Magics traf aus allen Lagen, steuerte im ersten Viertel 17 Punkte und vier Dreier bei.
Das zweite Viertel begann – ohne Godfrey. Der durfte auf der Bankl verschnaufen und die BG nutzte die Gelegenheit, auf 36:27 (12.) davonzuziehen. Kuriose Schiedsrichter-Entscheidungen brachten jetzt unnötige Hektik ins Spiel, Godfrey traf jetzt nicht mehr ganz so sicher, doch auch die BG tat sich zunehmend schwer, gegen die Düsseldorfer Defense zu punkten. Immer stärker wurde Dill, der den mit drei Fouls belasteten Schröder glänzend vertrat. Tolle Reboundarbeit, nur an der Freiwurflinie präsentierte er sich auch als „echter Schröder“. „Das mit den Freiwürfen wird noch besser, das verspreche ich“, so Dill.
Die Entscheidung fiel unmittelbar nach der Pause. Die BG schaltete einen Gang höher, Kirkley, Bailey, Schröder und Mulic übernahmen das Kommando, während Godfrey immer weniger traf. Die Magics schienen nun auch konditionell einzubrechen oder resignierten gegen die Ganzfeldpresse der BG, lediglich Rico Grier und Sasa Zivanovic zeigten Gegenwehr, während Nikola Jovanovic oder Vladi Bogojevic restlos enttäuschten, sie machten ihre wenigen Punkte, als die Partie längst entschieden war. Das war sie nach dem 3. Viertel, das die BG klar mit 27:9 für sich entschied.
In der zweiten Halbzeit feierten die Gastgeber mit ihren begeisterten Fans eine erstklassige Basketball-Party mit La Ola und „Ihr seid doch nur ein Karnevalsverein...“ Die Gastgeber beherrschten den Gegner in allen Belangen und bauten die Führung auf über 20 Punkte aus. Als die Magics mit einigen Dreiern auf 89:77 verkürzten (38.), war es nun Marco Grimaldi, der die Verantwortung übernahm und wieder für klare Verhältnisse sorgte.
Ein starker Grimaldi, ein überragender Kirkley (14 Punkte, 8 Rebounds, 8 Assists), ein starker Neuzugang Dill (9 Punkten, 7 Rebounds), dazu die zuverlässigen Bailey, Mulic und Schröder, die BG hatte an diesem Abend mit 21 Assists und 51:34 Rebounds eindeutig mehr zu bieten als die Gäste. Schade nur, dass das Public Viewing mit Live-Übertragung in der Halle nebenan fast keine Resonanz fand..

Punkte: Bailey 20, Grimaldi 16, Schröder 16, Mulic 15, Kirkley 14, Dill 9 und Rosenberg 6.

Beste Spieler: Bailey, Grimaldi - Godfrey 31, Gier 15

Dreier: Mulic 4, Bailey 2, Grimaldi 2, Rosenberg 2, Kirkley 1 und Dill 1 – Godfrey 5, Gier 3, Freeman 2, Bogojevic 1und Jovanovic 1

Spielfilm: 11:8 (4.), 22:14 (8.), 33:27 (12.), 38:35 (16.), 47:44 (20.), 60:47 (24.), 68:50 (28.), 78:56 (32.), 87:69 (36.)

Freiwürfe: 12 v. 23 - 19 v. 26

Trefferquote Feld: 46 % - 37 %

Rebounds: 51 - 34

Viertel: 25:24, 22:20, 27:9, 22:26

Zuschauer: 1 250 (ausverkauft)

Wolfenbüttel - MBC 80:120
Gr‘broich - Cuxhaven 79:85
Schalke - M‘gladbach 92:99
Iserlohn - Dortmund 98:72
Bremen - Lichterfelde 74:52


Starke Partie von Marco Grimaldi (l.). Foto: Wenzel

Starke Partie von Marco Grimaldi (l.). Foto: Wenzel

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