Leserservice
Haben Sie Fragen, Anre- gungen oder Probleme mit der Zustellung?
Extra Tip Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. 9:00 - 18:00 Uhr
Prinzenstraße 10-12
37073 Göttingen
Basketball: BG 74-Männer verlieren 96:97
In zwei Minuten alles versaut
Es ist wie verhext. Da machen die Basketball-Männer der BG 74 vor 2 900 Zuschauern in der Sporthalle am Masperplatz bis kurz vor dem Ende ein Riesenspiel und werfen in den letzten zwei Minuten doch noch einen sicher geglaubten Sieg so einfach weg. In letzter Sekunde verloren die Veilchen 96:97 (46:39) und kassierten damit die sechste Pleite in Serie. „Ich bin sehr enttäuscht und verärgert“, hatte auch Trainer John Patrick die Niederlage noch lange nach dem Schlusspfiff nicht weggesteckt.
Und einer zeigte die Richtung an. Center Michael Schröder hatte die Diskussion um die Centerprobleme der BG 74 wohl mächtig sauer gemacht, der Hightower der Veilchen lieferte als Ergebnis ein Riesenspiel ab. Nach der 2:4-Führung startete er seine Galashow, machte die nächsten 13 Punkte der Gäste und hatte so maßgeblichen Anteil an einer 13:17-Führung (8.). Schröder kämpfte, Schröder traf, verwandelte tolle Tipp-Dunks und holte sich einen Rebound nach dem anderen. Wer dachte da noch an Kevin Hanson, von dem sich die BG in der Woche getrennt hatte?
Die ganze BG-Mannschaft spielte wie ausgewechselt. Kapitän Dwayne Kirkley war wieder ganz der Alte, die Gäste verteidigten stark und Paderborns Tim Black traf kaum, glänzte bis zur Pause lediglich als Passgeber (11 Assists). Da führten die Gäste mit sieben Punkten und die verteidigten sie mit allen Mitteln. Keonie Watson traf wichtige Dreier und als das Team von Douglas Spradley bedrohlich nahe kam, waren es im vierten Viertel mit Nigel Moore und Marco Grimaldi zwei Spieler, die bis dato überhaupt noch nicht getroffen hatten und jetzt die Führung verteidigten.
Doch auf Seiten der Gastgeber zeigteTim Black jetzt wahre Leaderqualitäten, als sein Team eigentlich schon am Boden lag, holte er die unmöglichsten Dreier raus. Doch selbst zwei Minuten vor dem Ende lag die BG noch mit sieben Punkten vorn, selbst 45 Sekunden vor Schluss waren es immer noch sechs Zähler. Doch es sollte nicht reichen. Trotz zweier Auszeiten hielt die BG dem Druck der Gastgeber nicht stand, leistete sich in den Schlussminuten katastrophale Ballverluste, da stand Watson plötzlich im Aus und zwei Sekunden vor dem Ende foult Darren Brooks den Ex-Schalker Jason Edwin beim Dreierversuch, unter dem Jubel der einheimischen Fans verwandelt er alle drei Freiwürfe sicher und holt für Paderborn einen nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg aus dem Feuer.
Wieder steht die BG mit leeren Händen da, trotz eines überragenden Michael Schröder mit 21 Punkten und 10 Rebounds und trotz eines starken Dwayne Kirkley. „Wir haben 38 Minuten überragend gespielt und den Gegner dominiert. Leider haben wir in den letzten zwei Minuten alles einfach wieder weg geworfen“, ärgerte sich auch Co-Trainer Peter Günschel. BG-Sprecher Michael Pickart konnte das gerade Erlebte ebenfalls kaum fassen: „Mir fehlen die Worte. Das hätten wir gewinnen müssen, ohne Wenn und Aber. Es ist einfach unfassbar.“
Günschel blickte bereits voraus: „Jetzt werden wir das Team wieder aufbauen, wie nach den vergangenen Spielen auch. Die Aufgabe wird mit Bamberg zwar nicht leichter, aber wir haben gesehen, dass wir auf einem guten Weg sind.“ Am kommenden Sonntag, 2. Dezember, ist der Deutsche Meister Bamberg um 20 Uhr in der Göttinger Lokhalle zu Gast, wer dabei sein möchte, sollte sich beeilen und sich die Karten im Vorverkauf sichern.
Punkte: Schröder 21, Ivey 16, Watson 14, Kirkley 11, Brooks 8, Grimaldi 7, Jenkins 6, Moore 5, Dill 4 und Thorpe 4.
Beste Paderborn: Black 27, Edwin 24, Esterkamp 13, Peavy 13.
Dreier: Watson 4, Ivey 2, Moore 1, Jenkins 1, Kirkley 1 – Black 5, Edwin 3, Esterkamp 1, Peavy 1.
Spielfilm: 9:11 (4.), 15:17 (8.), 22:22 (12.), 32:34 (16.), 39:46 (20.), 44:50 (24.), 57:65 (28.), 66:69 (32.), 76:81 (36.)
Freiwürfe: 21 v. 29 - 21 v. 31
Trefferquote Feld: 52 % - 57 %
Rebounds: 27 - 29
Viertel: 20:18, 19:28, 23:21, 35:29
Zuschauer: 2 900
Tübingen - Braunschweig 54:62
Oldenburg - Alba Berlin 65:79
S.C. Jena - Köln 99ers 67:78


