Donnerstag, 09. Februar 2012

- letzte Aktualisierung: 08.02.2012 um 02:49 Uhr


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Polizeibericht

Raub, Steinwurf und Kontrollen

Auf der Rastanlage Göttingen wurden Lkw und Sprinter kontrolliert. Foto: Polizei

Auf der Rastanlage Göttingen wurden Lkw und Sprinter kontrolliert. Foto: Polizei

Eine 43-Jährige ist von zwei Männern überfallen und beraubt worden. Unbekannte haben auf der B 3 mit einem Steinwurf eine Audi A 6 beschädigt. Und die Polizei hatte bei Großkontrollen mal wieder Lkw und Sprinter im Visier.

43-Jährige von zwei Männern beraubt - Polizei sucht Zeugen

Göttingen, Böttingerstraße Donnerstag, 15. November, gegen 19.20 Uhr

(jk) - Gegenüber einer Bäckerei in der Böttinger Straße ist am Donnerstagabend gegen 19.20 Uhr eine 43 Jahre alte Göttingerin von zwei unbekannten, etwa 40 Jahre alten Männern überfallen und beraubt worden. Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen hielten die beiden etwa 1,70 und 1,85 Meter großen und dunkel gekleideten Täter ihr Opfer fest und nötigten sie dazu, ihre Geldbörse herauszugeben. Mit dem Raubgut verschwanden sie anschließend in unbekannte Richtung. Die Schadenshöhe wird auf rund 100 Euro geschätzt. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Göttingen unter Telefon 05 51 / 491 10 13 entgegen.



Steinwurf auf Bundesstraße 3 - Audi A 6 getroffen

Bovenden, B 3 Richtung Northeim, Donnerstag, 15. November, 9.45 Uhr

(jk) - Auf der B 3 bei Bovenden ist am Donnerstagmorgen gegen 9.45 Uhr ein Audi A 6 vermutlich durch einen Steinwurf von einer Brücke beschädigt worden. Der 58 Jahre alte Fahrer des Wagens blieb zum Glück unverletzt. Wie der Bovender gegenüber der Polizei angab, fiel der etwa faustgroße Stein unmittelbar nachdem er mit seinem Wagen aus dem Tunnel in Richtung Northeim herausfuhr, senkrecht von der Überführung herab und traf die Motorhaube seines Audi. Der Stein wurde anschließend über den Pkw hinweg geschleudert. Andere Fahrzeuge wurden zum Glück nicht getroffen. Die Schadenshöhe wird auf rund 800 Euro geschätzt. Die Polizei Bovenden geht nach jetzigem Ermittlungsstand davon aus, dass Unbekannte den Stein absichtlich auf die Bundesstraße hinab geworfen haben. Hinweise nehmen die Beamten unter Telefon 0551 / 8 26 07 entgegen.



Großkontrollen auf der Autobahn 7 mit Minister und Polizeichef

Göttingen, A 7, Donnerstag und Freitag, 15. und 16. November

(jk / ik) - Im Rahmen der zweiten "Länderübergreifenden Kontrolle" (LüK) haben am Donnerstag und Freitag rund 265 Beamtinnen und Beamte der "Regionalen Kontrollgruppen" der Polizeidirektion (PD) Göttingen in Hildesheim und Göttingen auf den Rastanlagen Hildesheimer Börde und Göttingen-Ost an der A 7 Großkontrollen durchgeführt. Unterstützt wurden sie von Beamten der Bereitschaftspolizei, des Zolls und des Bundesamtes für den Güterverkehr. In diesem Jahr lag die Vorfeldkoordination der von den Bundesländern Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen geplanten Maßnahmen bei der PD Göttingen. Daneben fungierte die Behörde als zentraler Meldekopf während der über mehrere Tage stattfindenden Kontrollaktionen. Ziel der diesjährigen "LüK" ist die gemeinsame Durchführung von kriminalitätsbekämpfenden und verkehrspolizeilichen Maßnahmen insbesondere im Bereich des Tatortes "Straße".

An der Kontrollstelle auf der Rastanlage Göttingen machten sich Innenminister Uwe Schünemann und Polizeipräsident Hans Wargel am Freitagabend persönlich ein Bild über die laufenden Kontrollen (Foto). "Die Sicherheit auf der Straße ist eine wichtige Schwerpunktaufgabe der Polizei, nicht nur mit derartigen Großkontrollen, sondern natürlich auch im täglichen Dienst. Wir haben im Laufe der letzen zwei Jahre unsere Überwachungsmaßnahmen erheblich verstärkt", sagte Wargel. Dies zeigen auch die gestiegenen Zahlen: In den ersten neun Monaten 2007 wurden in der PD Göttingen 653 Blutentnahmen nach Fahrten unter Drogen- und / oder Medikamenteneinfluss angeordnet. Das entspricht einer Verdoppelung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (326 Blutentnahmen) und übertrifft auch das Gesamtergebnis 2006 von 466 Blutentnahmen weit. In den ersten neun Monaten 2007 wurden in der PD Göttingen 2.177 Blutentnahmen nach Fahrten unter Alkoholeinfluss angeordnet. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vergleichzeitraum 2006 von fast 8 Prozent. Die Anzahl der geahndeten Verkehrsordnungswidrigkeiten durch Geschwindigkeitsüberschreitungen konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006 (19.258) in den ersten neun Monaten 2007 (20.206) um fast 1.000 Anzeigen (5 Prozent) gesteigert werden. Die Anzahl der geahndeten Verkehrsordnungswidrigkeiten aufgrund von Verstößen gegen Überholdverbote konnte gegenüber dem Vergleichzeitraum 2006 (1.038) in den ersten neun Monaten 2007 (1.248) um mehr als 20 Prozent (210 Anzeigen) gesteigert werden.

Kontrolle_Minister

Entwicklung der Verkehrsunfallstatistik:

Das Verkehrsunfallgeschehen stellt sich in der PD Göttingen insgesamt nicht als dramatisch dar. Die Verkehrsunfälle in der PD Göttingen sind in den ersten neun Monaten 2007 (21.897) gegenüber dem Vergleichzeitraum 2006 (21.104) nur leicht um 3,8 Prozent angestiegen. Die Verkehrsunfälle in der PI Göttingen sind dagegen in den ersten neun Monaten 2007 (4.533) gegenüber dem Vergleichzeitraum 2006 (4.659) leicht um 2,7 Prozent zurückgegangen. Die Verkehrsunfälle auf der BAB 7 machen weniger als 6 Prozent des Gesamtunfallgeschehens in der PD Göttingen aus. Bei Verkehrsunfällen in der PD Göttingen sind in den ersten neun Monaten 82 Menschen getötet worden, davon 6 auf der BAB 7 (7,3 Prozent). Im gesamten Jahr 2006 wurden in der PD Göttingen 82 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet (12 auf BAB 7). Bei Verkehrsunfällen in der PD Göttingen sind in den ersten neun Monaten 923 Menschen schwer verletzt worden, davon 51 auf der BAB 7 (5,5 Prozent). Im Vergleichszeitraum 2006 wurden 894 Personen insgesamt schwer verletzt, davon 60 auf der BAB (6,7 Prozent). Zu berücksichtigen ist, dass im Jahr 2006 die Anzahl der bei Verkehrsunfällen Getöteten/Schwerverletzten einen historischen Tiefstand landesweit aufwies. Der zu verzeichnende Anstieg im 1. bis 3 Quartal 2007 entspricht dem aktuellen Landes- und Bundestrend. Auf dem zum Zuständigkeitsbereich der PD Göttingen gehörenden, rund 135 Kilometer langen Streckenabschnitt der A 7 zwischen der Anschlussstelle Hann. Münden-Lutterberg und dem Anschlussdreieck Hannover-Süd kam es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Allein an den im ersten Halbjahr von der Polizei registrierten 849 Unfällen waren 448 Lkw beteiligt. 80 Prozent der Unfälle (359) wurden von Lkw-Fahrern verursacht. 50 Prozent der kontrollierten Lkw wiesen Mängel auf. Dies zeigte sich auch bei der gestrigen Kontrolle in Hildesheim. Hier sind bei 285 kontrollierten Lkw 132 Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten, Ladungssicherung- und Gefahrgutverstöße festgestellt worden. Die Polizeiinspektionen führen deshalb auch so genannte Verkehrssicherheitswochen, monatliche Fernfahrer-Stammtische und Verkehrssicherheitstage durch, wo zum Beispiel durch Überschlagsimulator oder Gurtschlitten gerade für Fahrer von Lastwagen Überzeugungsarbeit geleistet wird.

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