Donnerstag, 09. Februar 2012

- letzte Aktualisierung: 08.02.2012 um 02:49 Uhr


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Polizeibericht

Wieder ein falscher Zweihunderter!

Foto: Wenzel

Foto: Wenzel

In Göttingen ist wieder ein falscher 200 Euro-Schein aufgetaucht. Die Polizei warnt und gibt Tipps.

Erneut falscher 200er aufgetaucht:
Polizei Göttingen rät zur Vorsicht

Göttingen, Weender Straße, Dienstag, 4. Dezember, gegen 15.30 Uhr

(jk) - Zwei Betrüger haben am Dienstagnachmittag in einem Tabakwarengeschäft in der Weender Straße versucht, mit einem gefälschten 200 Euro Schein zu bezahlen. Nach Aussage einer 39 Jahre alten Angestellten, betraten die beiden rund 22 bis 25 Jahre alten, schlanken Männer gegen 15.30 Uhr das Geschäft und wollten wenig später Zigaretten im Wert von ca. 35 Euro mit einer 200 Euro Note bei ihr bezahlen. Die Frau ließ den Schein daraufhin von einem elektronischen "Cash-Tester" auf seine Echtheit überprüfen. Als die Angestellte den beiden Unbekannten sagte, dass sie den Schein nicht annehmen könne, da er nicht echt sei, nahmen sie die Banknote wieder an sich und verließen das Geschäft ohne Zigaretten in unbekannte Richtung. Eine detaillierte Personenbeschreibung liegt der Polizei leider nicht vor. Abgesehen von der ungefähren Altersangabe soll einer der beiden Männer dunkles Haar gehabt haben. Sachdienliche Hinweise erbittet die Polizei Göttingen unter Telefon 05 51 / 491 10 13.

Ihre Polizei rät:
Gerade in der Vorweihnachtszeit ist in den Geschäften viel Bargeld im Umlauf. Die seit Mitte Oktober unter anderem in der Göttinger Innenstadt aufgetauchten Falsifikate waren von erstaunlich guter Qualität und nach Einschätzung der Falschgeldermittler des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Göttingen für einen Laien von echten Scheinen nur schwer zu unterscheiden. Die Fachleute empfehlen deshalb: - Schauen Sie sich jeden Geldschein ganz besonders gut an. Ganz wichtig sind insbesondere die acht verschiedenen Sicherheitsmerkmale. An den nachfolgenden zwei Auffälligkeiten kann auch ein Laie eine mögliche Fälschung erkennen:
1. auf allen Banknoten ab 50 Euro aufwärts ist auf der Vorderseite rechts das so genannte Hologramm aufgebracht. Bewegt man den Schein, schillert das Hologramm bei echten Banknoten regenbogenfarben und zeigt - je nach Blickwinkel- im Wechsel die Banknotenzahl und das „Fenster“ oder „Tor“.
2. Auf der Scheinrückseite (unten rechts) ist eine Wertzahl mit "Kippeffekt" vorhanden. Wird der Schein bewegt, so verändert die Zahl je nach Lichteinfall und Blinkwinkel beim Kippen die Farbe von rötlich auf grünlich. In Anbetracht des aktuellen Falles rät die Polizei Göttingen erneut zu besonderem Misstrauen. Erfahrungsgemäß haben es die Verbreiter von Falschgeld auf möglichst viel echtes Wechselgeld abgesehen. Besonderes Misstrauen ist daher dann angebracht, wenn ein Kunde eine Ware im Wert von zum Beispiel 10 Euro mit einer 200 Euro Note bezahlen möchte. Geschäftsleuten wird empfohlen, sich im Zweifelsfall den Personalausweis des Kunden zeigen zu lassen bzw. die Polizei zu verständigen.
Informationen zu den Euro-Sicherheitsmerkmalen finden Interessierte im Internet unter anderem auf der Homepage der Bundesbank unter http://www.bundesbank.de/bargeld/bargeld_falschgeld.php. Daneben steht Kriminaloberkommissar Norbert Esemann vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Göttingen unter Telefon 05 51 / 491 20 07 für weitere Fragen zur Verfügung. Bei ihm erhält man auch weiteres, kostenloses Informationsmaterial, darunter die von der Europäischen Zentralbank und der Deutschen Bundesbank herausgegebene Broschüre „der EURO. unser Geld - Fühlen, Sehen, Kippen“, in der alle Sicherheitsmerkmale und auch Tipps zum Erkennen von Fälschungen noch einmal sehr detailliert beschrieben sind.

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