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Gemeinde Adelebsen: Kampf gegen Katzen-Quäler
„Wir leiden alle mit Max!“
Das war eine böse Überraschung für Silke Brekerbohm. Als Kater Max auf ihren Schoß sprang, dachte sie noch, er habe ihr eine kleine Maus als blutiges Geschenk mitgebracht... Aber Max brachte keine Geschenke, sondern suchte Hilfe bei seinem geliebten Frauchen: „Eine Pfote unseres Katers war einfach weg!“ Und Max ist nicht die einzige Katze im Adelebser Ortsteil Erbsen, der offensichtlich einem Katzenquäler zum Opfer gefallen ist.
Das erinnert die Katzenfreundin an Ereignisse, bei denen sie schon eine Katze verloren hat: „Vor ein paar Jahren verschwanden hier im Ort auch schon viele Katzen, einige wurden tot aufgefunden, sie hatten Verletzungen wie aus einer zuschnappenden Falle. Andere Katzen blieben verschwunden. Damals haben sich viele Menschen aus dem Ort zusammengetan und eine hohe Belohnung ausgesetzt. Danach war viele Jahre Ruhe. Jetzt geht das wieder los“, berichtet die Katzenfreundin.
Sie hat sich mit anderen betroffenen Katzenbesitzern im Ort zusammengesetzt und nur aus diesem spontanen Treffen ergibt sich eine erschreckende Bilanz: „Eine Katze wurde nach ihrem Verschwinden aufgeschlitzt wiedergefunden. Vor zwei Wochen verschwand ein Kater, tauchte wieder auf und wurde offensichtlich misshandelt, der ist bis heute total verstört. Eine andere Katze wurde tot zwischen den Bahnschienen gefunden, obwohl sie panische Angst vor den vorbeirauschenden Zügen hatte. Und seit Freitag vor einer Woche ist ein weiterer Kater verschwunden.“
Wer tut den Katzen so etwas an? Und vor allem auch „ihren“ Menschen? Brekerbohm: „Man tut doch auch den Besitzern der Katzen weh. Bei uns leidet die ganze Familie mit Max. Man mag gar nicht hinschauen, wie er auf drei Pfoten herumhumpelt. Meine Kinder sind völlig schockiert, dass ihrem Kater ein Stück vom Bein abgeschnitten werden musste!“
Die Katzenbesitzer im Ort wollen sich auf jeden Fall wieder zusammentun und verschärft die Augen offen halten. „Es muss etwas passieren, es ist doch nicht normal, Katzen so zu misshandeln“, bittet Brekerbohm alle Einwohner, auch nach dem Katzen-Quäler Ausschau zu halten.
Hannelore Thied, Vorsitzende des Bund gegen Missbrauch der Tiere, der Träger des Katzenhauses Luttertal ist, rät den Katzenbesitzern: „Auf jeden Fall Anzeige erstatten und das Veterinäramt anrufen. Denn nur wenn die Behörden informiert werden, können sie auch handeln.“ Katzen seien leider oft Ziel von Quälereien. Der schlimmste Fall: „In unser Katzenhaus wurde eine Fundkatze gebracht, die man mit Benzin übergossen und angezündet hatte!“
Schnappfallen wie die, die Max‘ Pfote abgerissen hat, seien absolut verboten. Thied: „Erlaubt sind nur Lebendfallen, wenn diese regelmäßig kontrolliert werden. Schnappfallen sind ja nicht nur eine furchtbare Quälerei für Tiere, sie können auch Menschen gefährlich werden!“


