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Die Zeitung zum Sonntag.

Warnung an die Bevölkerung: Falsche Polizeibeamte
lassen nicht locker

Im Zweifelsfall schnell auflegen! Themenfoto. Foto: Erwin Wodicka - BilderBox.com

Im Laufe der letzten Tage wurden der Polizei in Göttingen mehrere Fälle von Telefonanrufen „falscher Polizeibeamter“ gemeldet, bei denen sich die Anrufer als angebliche Mitarbeiter der hiesigen Polizeiinspektion ausgeben.

Die zumeist männlichen Anrufer machten während der Telefonate auf vermeintliche Einbrecher aufmerksam und fragten nach Wertgegenständen und Bargeld, aber auch nach den Sicherungsanlagen im privaten Umfeld. Im weiteren Gesprächsverlauf wurden die Angerufenen zunehmend mit fadenscheinigen Behauptungen verunsichert und die Betrüger unterbreiteten das Angebot, die Wertsachen und das Geld später abzuholen und sicher zu verwahren.
So erging es am Mittwoch (27.02.19) auch einer 86-jährigen Dame aus Göttingen. Sie schenkte den „falschen Polizeibeamten“ am Telefon zunächst Glauben und leerte ihr Bankschließfach, um den Inhalt zu einem späteren Zeitpunkt den vermeintlichen Beamten zur sicheren Verwahrung zu übergeben. Glücklicherweise ist es nicht zur Übergabe gekommen, da die echte Polizei rechtzeitig zur Stelle war und die ältere Dame aufklären konnte.
Die Polizei rät weiterhin, wachsam zu sein! Es ist davon auszugehen, dass die Anrufserie auch in den nächsten Tagen fortgesetzt wird und die Gauner erneut versuchen werden, zu einem finanziellen Erfolg zu kommen.
Die Ermittler empfehlen deshalb die Beachtung folgender Hinweise:
• Die Polizei wird Sie niemals unter der Telefonnummer 110 anrufen!
• Die Polizei fordert niemals Informationen über Geldbeträge, Wertgegenstände oder vorhandene Sicherungsanlagen am Telefon ein!
• Teilen Sie keine Informationen über Ihre finanziellen Verhältnisse am Telefon mit und lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen!
• Übergeben Sie niemals Geldbeträge oder Wertgegenstände an fremde Personen oder deponieren Sie diese nie an vorgegebenen Orten!
Wenn Sie glauben, Opfer eines Betruges geworden zu sein, wenden Sie sich sofort an die örtliche Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.