Leserservice
Haben Sie Fragen, Anre- gungen oder Probleme mit der Zustellung?
Extra Tip Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. 9:00 - 18:00 Uhr
Prinzenstraße 10-12
37073 Göttingen
Frag' den Wissenschaftler
Wie funktioniert eigentlich eine Destille?
Diese Frage stellte Vanessa Bonnemann, 16 Jahre, aus Göttingen. Es antwortet Carsten Beta.
Die Antwort:
Eine Destille ist das entscheidende Gerät für die Herstellung hochprozentiger alkoholischer Getränke. Alkohol entsteht durch Vergärung zucker- oder stärkehaltiger Substanzen mit Hilfe winziger biologischer Organismen, wie zum Beispiel bei der Vergärung von Malz und Hopfen durch Hefe beim Bierbrauen. Können wir also einen feinen 40-prozentigen schottischen Whisky durch Vergärung herstellen? Nein. Durch Vergärung kann nur ein Alkoholgehalt von maximal 18 Prozent erreicht werden, denn höhere Alkoholkonzentrationen verträgt die Hefe nicht. Wollen wir ein höherprozentiges Getränk erzeugen, so brauchen wir eine Destille. Sie besteht aus drei Teilen: Einem Behälter zum Verdampfen von Flüssigkeiten, einem Kühler und einem Auffanggefäß. Erhitzt man eine Mischung von Wasser und Alkohol, so beginnt sie zu kochen und wird zu Gas. Alkohol kocht jedoch schon bei niedrigerer Temperatur als Wasser. Daher enthält das aufsteigende Gas viel mehr Alkohol. Im Kühler der Destille wird das Gas abgekühlt. Kühlt man stark genug, so wird das Gas wieder flüssig, man sagt auch „das Gas kondensiert“. Die kondensierte Flüssigkeit enthält ebenso viel Alkohol wie das Gas, also mehr als am Anfang – ein hochprozentiger Schnaps ist entstanden!

Der Wissenschaftler:
Carsten Beta (31 Jahre) studierte Chemie in Tübingen, Karlsruhe und Paris. Er promovierte am Fritz-Haber-Institut in Berlin. Dann ging er als postdoctoral fellow an die Cornell University, USA. Seit Oktober 2005 ist er Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in der Abteilung Hydrodynamik, Strukturbildung und Nanobiokomplexität.
„Frag’ den Wissenschaftler“ mit Unterstützung des Max-Planck Institutes für Dynamik und Selbstorganisation
Eine Destille ist das entscheidende Gerät für die Herstellung hochprozentiger alkoholischer Getränke. Alkohol entsteht durch Vergärung zucker- oder stärkehaltiger Substanzen mit Hilfe winziger biologischer Organismen, wie zum Beispiel bei der Vergärung von Malz und Hopfen durch Hefe beim Bierbrauen. Können wir also einen feinen 40-prozentigen schottischen Whisky durch Vergärung herstellen? Nein. Durch Vergärung kann nur ein Alkoholgehalt von maximal 18 Prozent erreicht werden, denn höhere Alkoholkonzentrationen verträgt die Hefe nicht. Wollen wir ein höherprozentiges Getränk erzeugen, so brauchen wir eine Destille. Sie besteht aus drei Teilen: Einem Behälter zum Verdampfen von Flüssigkeiten, einem Kühler und einem Auffanggefäß. Erhitzt man eine Mischung von Wasser und Alkohol, so beginnt sie zu kochen und wird zu Gas. Alkohol kocht jedoch schon bei niedrigerer Temperatur als Wasser. Daher enthält das aufsteigende Gas viel mehr Alkohol. Im Kühler der Destille wird das Gas abgekühlt. Kühlt man stark genug, so wird das Gas wieder flüssig, man sagt auch „das Gas kondensiert“. Die kondensierte Flüssigkeit enthält ebenso viel Alkohol wie das Gas, also mehr als am Anfang – ein hochprozentiger Schnaps ist entstanden!

Der Wissenschaftler:
Carsten Beta (31 Jahre) studierte Chemie in Tübingen, Karlsruhe und Paris. Er promovierte am Fritz-Haber-Institut in Berlin. Dann ging er als postdoctoral fellow an die Cornell University, USA. Seit Oktober 2005 ist er Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in der Abteilung Hydrodynamik, Strukturbildung und Nanobiokomplexität.
„Frag’ den Wissenschaftler“ mit Unterstützung des Max-Planck Institutes für Dynamik und Selbstorganisation


