Donnerstag, 09. Februar 2012

- letzte Aktualisierung: 08.02.2012 um 02:49 Uhr


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Göttingen: 10-Zentner-Fliegerbombe

Bombe erfolgreich entschärft

Foto: Berufsfeuerwehr Göttingen

Foto: Berufsfeuerwehr Göttingen

Ein gefährlicher Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg, der am Donnerstagnachmittag auf dem Göttinger Schützenplatz entdeckt worden war, konnte gegen 0.55 Uhr am frühen Freitagmorgen erfolgreich entschärft werden. Dabei setzte der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei Niedersachsen erstmals die neue Technik des Wasserstrahlschneidegerätes ein. In der Stunden zuvor mussten rund 5000 Anwohner evakuiert werden.

Es handelte sich nach Angaben der Stadtverwaltung um eine Zehn Zentner - Bombe amerikanischer Bauart mit einem Langzeit - Säurezünder, der nach dem Urteil von Fachleuten unverzüglich zu entschärfen war.
In den Stunden zuvor hatte der gegen 17 Uhr bei der Berufsfeuerwehr zusammen getretene Einsatzstab fieberhaft an der Evakuierung der Menschen gearbeitet, die in einem Radius von rund 1.000 Metern rund um den Schützenplatz leben und arbeiten - begrenzt durch die Weender Landstraße, die Berliner Straße, die Groner Landstraße, die Levinstraße und den Hagenweg.
Für sie waren Betreuungspunkte in den Sporthallen der Heinrich - Heine - Schule in Grone sowie des Max - Planck - Gymnasiums in der Innenstadt und in der Stadthalle vorbereitet und eingerichtet worden. Dort befanden sich auch die Haltepunkte für einen Bus - Shuttle - Dienst der Göttinger Verkehrsbetriebe. Seit 18 Uhr stand bei der Polizeiinspektion Göttingen ein Bürgertelefon zur Verfügung.
Die letzten vier ICE-Züge passierten den Göttinger Bahnhof gegen 22.10 Uhr. Anschließend wurde der Bahnhof wie zuvor bereits andere öffentliche Einrichtungen, Firmen und Universitätsgebäude im Sperrgebiet geschlossen.
Die sehr kurzfristig erforderliche und binnen weniger Stunden umgesetzte Evakuierung von ca. 3.000 bis 5.000 Menschen verlief nach Angaben der Stadt fast problemlos. Insgesamt wirkten dabei mehr als 500 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, aller 13 Göttinger Ortswehren, des Technischen Hilfswerks, des Arbeiter Samariter Bundes, des Deutschen Roten Kreuzes, der Polizeiinspektion Göttingen, der Bundespolizei, der Deutschen Bahn AG sowie der Stadtverwaltung und der Göttinger Verkehrsbetriebe aus Göttingen und Northeim mit.

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