Freitag, 30. Juli 2010

- letzte Aktualisierung: 30.07.2010 um 02:21 Uhr


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Polizeibericht

Brandanschlag auf Landkreisgebäude

Foto: Wenzel

Foto: Wenzel

Ein Mitarbeiter der Ausländerbehörde ist Opfer eines Brandanschlags auf das Kreistagsgebäude geworden.

Brandanschlag in Göttinger Landkreisgebäude:
Mitarbeiter verletzt, politischer Hintergrund vermutet

Göttingen, Reinhäuser Landstraße, Freitag, 22. Januar

(jk) - Bei einem Brandanschlag im Gebäude des Landkreises Göttingen an der Reinhäuser Landstraße ist am Freitagmorgen ein 25 Jahre alter Mitarbeiter der Ausländerbehörde verletzt worden. Er wurde mit Verdacht auf ein Knalltrauma vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, aus dem er am Nachmittag wieder entlassen werden konnte. Ersten Ermittlungen zufolge deponierten Unbekannte in einer Teeküche im 2. Obergeschoss des Altbaus des Landkreisgebäudes eine unbekannte Spreng- und Brandvorrichtung und entzündeten diese. Der 25-Jährige bemerkte den Brand und holte einen Feuerlöscher. In dem Moment, als er die Küche betreten wollte, kam es zu einer heftigen Verpuffung. Die Wucht der Detonation drückte den Mitarbeiter einige Meter zurück in den Flur. Das Mobiliar der Teeküche und der Raum selbst wurden erheblich beschädigt. In der Nähe des Tatortes wurde ein Schriftstück aufgefunden, das inhaltlich Bezug zur Abschiebepolitik nimmt. Ob der Fund im Zusammenhang mit dem Brandanschlag steht, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei Göttingen geht jedoch insgesamt davon aus, dass die Tat einen politisch motivierten Hintergrund haben könnte. Der Brandort wurde von der Polizei beschlagnahmt und anschließend von Experten der Polizei Göttingen und des Landeskriminalamtes Niedersachsen Hannover spurentechnisch untersucht. Die erlangten Erkenntnisse werden derzeit ausgewertet. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Der entstandene Gesamtschaden wird auf rund 10 000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen dauern an.

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