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Massive Ertragsverluste durch die Hitze
Der Weizen weint
Es ist – wie wir alle am eigenen Leib erfahren – ziemlich warm und die große Wetteränderung ist nicht in Sicht. Die Schüler freut’s, sie können in den Ferien die Freibäder nutzen. Aber für die Landwirte und für das liebe Vieh ist es ein harter Sommer. Auch wenn’s zwischendurch ordentlich gewittert und regnet, das ist zumeist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
(Göttingen/bb) „Die Ernte bei der Gerste läuft bereits auf Hochtouren“, so Walter Hollweg, Sprecher der Landwirtschaftskammer in Niedersachsen. „Da sind wir wohl glimpflich davon gekommen und rechnen noch mit einer durchschnittlichen Ernte.“
Ganz anders sieht es da beim Weizen aus. „Jetzt kommt die Phase in der der Weizen Wasser benötigt“, so Hollweg. Ob es zu gravierenden Auswirkungen kommen werde, das hänge auch von der Beschaffenheit des Bodens ab. Bei schweren Böden, die Wasser speichern, werde der Ertragsverlust geringer ausfallen als bei leichten Böden.
Auch die Kartoffelbauern stöhnen. Die seit Wochen anhaltende Hochwetterlage mit neuen Hitzerekorden nahe der 40-Grad-Marke hat in den Kartoffelbeständen bereits sichtbare Spuren hinterlassen. „Die Situation ist in diesem Jahr vielerorts noch bedrückender als in den Trockenjahren 2003 und 2006“, so Martin Umhau, Vorstandsvorsitzender der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. (UNIKA) und Vorsitzender des Fachausschusses Kartoffeln beim Deutschen Bauernverband e.V. (DBV). „Bereits im Frühjahr mussten die Knollen mit den lange Zeit nasskalten Böden und den damit auch aus phytosanitärer Sicht nicht gerade besten Startbedingungen zurechtkommen. Nun verursachen extreme Hitze und Sonneneinstrahlung erheblichen Trockenstress, bei häufig noch nicht erfolgtem Reihenschluss in den Beständen.Die im Einsatz befindlichen Beregnungsanlagen, die nun auch für andere Feldkulturen herangezogen werden müssen, können die Pflanzen gerade mal am Leben erhalten. Sie reichen jedoch nicht aus, um notwendigen Ertragszuwachs zu generieren. Das in den letzten Tagen von West nach Ost durchgezogene Tief brachte zudem nur gebietsweise die so dringend notwendigen Niederschläge. Hauptanbaugebiete für Kartoffeln in Niedersachsen und Bayern, aber auch der Nordosten Deutschlands, gingen erneut so gut wie leer aus. Und dies nun schon seit Wochen. Auf leichten, benachteiligten Standorten brechen die Feldbestände bereits im Juli zunehmend zusammen.“ Eines sei ganz klar, die Pommes Frites werden deutlich teurer, den zu ihrer Herstellung werden große Kartoffeln benötigt – und die sind absehbar Mangelware.
Und auch der Mais bietet zumeist ein recht trauriges Bild. Erst war es zu kalt für die Pflanzen, die ja tropischer Herkunft sind, und nun in der Hauptwachstumsphase gebe es kein Wasser, so Hollweg.
Heinz Bremeyer ist Pflanzenschutzbeauftragter bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in der Bezirksstelle Northeim. Er wünscht sich, wohl stellvertretend für alle Landwirte (und Gartenbesitzer) einen „Landregen über vier bis fünf Tage“. Er beschreibt die Auswirkungen für die Landwirtschaft in Südniedersachsen als ziemlich gravierend – besonders beim Weizen. „Dort wo früh gedrillt wurde, liegen die Einbußen bei etwa 20 Prozent, es können aber leicht bis zu 50 Prozent Einbußen werden.“ Er erklärt, dass der Weizen derzeit in der Kornfüllungsphase sei. „Wenn es dann zu heiß ist, bricht der Weizen diese Phase ab, die Abreife setzt ein – das ist vielfach passiert.“ Und weniger Weizen bedeutet dann natürlich auch höhere Preise für den Abnehmer. Folge: Die Mehlpreise werden anziehen. Das muss sich allerdings nicht auf den Brötchenpreis auswirken, gerade einmal zwei Cent eine Brötchens landen beim Landwirt.

Bei der Geste, die früher reift, sei das Problem nicht so groß, dafür aber bei Raps, Mais und den Zuckerrüben. Einiges könne der gute Boden im Leinetal abmildern, so Bremeyer, doch überall rechneten die Landwirte mit massiven Einbußen. Und das habe erhebliche Konsequenzen für die Biogas-Anlagen (besonders Mais) oder die Öl- und Biodieselproduktion (Raps). Und auch die Viehbauern könnten Probleme bekommen – es gibt nicht genug Silage, weil das Gras nicht richtig wächst.
„Wasser, Wasser und nochmal Wasser, die Tiere auf den Weiden suchen die Tränken derzeit deutlich häufiger auf“, so Elfriede Füllgrabe vom Naturmilchhof Gartetal. „Und die Tiere gehen derzeit freiwillig in den offenen Stall. Wir beobachten die Tiere, denn es gibt auch bei den Tieren Sonnenbrand – die Haut kann Blasen bilden und die Haare würden sich ablösen“, berichtet Füllgrabe. „Aber das kommt zum Glück nur vor, wenn sie eben keinen Unterstand haben und lange großer Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind.“ Das Futter auf den Weiden wird knapp, berichtet auch Füllgrabe, die Grasnabe verbrenne, aber das sei für ihr Unternehmen kein Problem, „denn dafür haben wir ja unsere Silos, die mit Vorräten gefüllt sind.“
Ganz anders sieht es da beim Weizen aus. „Jetzt kommt die Phase in der der Weizen Wasser benötigt“, so Hollweg. Ob es zu gravierenden Auswirkungen kommen werde, das hänge auch von der Beschaffenheit des Bodens ab. Bei schweren Böden, die Wasser speichern, werde der Ertragsverlust geringer ausfallen als bei leichten Böden.
Auch die Kartoffelbauern stöhnen. Die seit Wochen anhaltende Hochwetterlage mit neuen Hitzerekorden nahe der 40-Grad-Marke hat in den Kartoffelbeständen bereits sichtbare Spuren hinterlassen. „Die Situation ist in diesem Jahr vielerorts noch bedrückender als in den Trockenjahren 2003 und 2006“, so Martin Umhau, Vorstandsvorsitzender der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. (UNIKA) und Vorsitzender des Fachausschusses Kartoffeln beim Deutschen Bauernverband e.V. (DBV). „Bereits im Frühjahr mussten die Knollen mit den lange Zeit nasskalten Böden und den damit auch aus phytosanitärer Sicht nicht gerade besten Startbedingungen zurechtkommen. Nun verursachen extreme Hitze und Sonneneinstrahlung erheblichen Trockenstress, bei häufig noch nicht erfolgtem Reihenschluss in den Beständen.Die im Einsatz befindlichen Beregnungsanlagen, die nun auch für andere Feldkulturen herangezogen werden müssen, können die Pflanzen gerade mal am Leben erhalten. Sie reichen jedoch nicht aus, um notwendigen Ertragszuwachs zu generieren. Das in den letzten Tagen von West nach Ost durchgezogene Tief brachte zudem nur gebietsweise die so dringend notwendigen Niederschläge. Hauptanbaugebiete für Kartoffeln in Niedersachsen und Bayern, aber auch der Nordosten Deutschlands, gingen erneut so gut wie leer aus. Und dies nun schon seit Wochen. Auf leichten, benachteiligten Standorten brechen die Feldbestände bereits im Juli zunehmend zusammen.“ Eines sei ganz klar, die Pommes Frites werden deutlich teurer, den zu ihrer Herstellung werden große Kartoffeln benötigt – und die sind absehbar Mangelware.
Und auch der Mais bietet zumeist ein recht trauriges Bild. Erst war es zu kalt für die Pflanzen, die ja tropischer Herkunft sind, und nun in der Hauptwachstumsphase gebe es kein Wasser, so Hollweg.
Heinz Bremeyer ist Pflanzenschutzbeauftragter bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in der Bezirksstelle Northeim. Er wünscht sich, wohl stellvertretend für alle Landwirte (und Gartenbesitzer) einen „Landregen über vier bis fünf Tage“. Er beschreibt die Auswirkungen für die Landwirtschaft in Südniedersachsen als ziemlich gravierend – besonders beim Weizen. „Dort wo früh gedrillt wurde, liegen die Einbußen bei etwa 20 Prozent, es können aber leicht bis zu 50 Prozent Einbußen werden.“ Er erklärt, dass der Weizen derzeit in der Kornfüllungsphase sei. „Wenn es dann zu heiß ist, bricht der Weizen diese Phase ab, die Abreife setzt ein – das ist vielfach passiert.“ Und weniger Weizen bedeutet dann natürlich auch höhere Preise für den Abnehmer. Folge: Die Mehlpreise werden anziehen. Das muss sich allerdings nicht auf den Brötchenpreis auswirken, gerade einmal zwei Cent eine Brötchens landen beim Landwirt.

Bei der Geste, die früher reift, sei das Problem nicht so groß, dafür aber bei Raps, Mais und den Zuckerrüben. Einiges könne der gute Boden im Leinetal abmildern, so Bremeyer, doch überall rechneten die Landwirte mit massiven Einbußen. Und das habe erhebliche Konsequenzen für die Biogas-Anlagen (besonders Mais) oder die Öl- und Biodieselproduktion (Raps). Und auch die Viehbauern könnten Probleme bekommen – es gibt nicht genug Silage, weil das Gras nicht richtig wächst.
„Wasser, Wasser und nochmal Wasser, die Tiere auf den Weiden suchen die Tränken derzeit deutlich häufiger auf“, so Elfriede Füllgrabe vom Naturmilchhof Gartetal. „Und die Tiere gehen derzeit freiwillig in den offenen Stall. Wir beobachten die Tiere, denn es gibt auch bei den Tieren Sonnenbrand – die Haut kann Blasen bilden und die Haare würden sich ablösen“, berichtet Füllgrabe. „Aber das kommt zum Glück nur vor, wenn sie eben keinen Unterstand haben und lange großer Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind.“ Das Futter auf den Weiden wird knapp, berichtet auch Füllgrabe, die Grasnabe verbrenne, aber das sei für ihr Unternehmen kein Problem, „denn dafür haben wir ja unsere Silos, die mit Vorräten gefüllt sind.“


