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Oppermann fordert Finanztransaktionssteuer
Geringe Steuer - große Wirkung
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann fordert die Bundesregierung auf, sich auf internationaler und europäischer Ebene für eine Finanztransaktionssteuer einzusetzen. Die SPD sei sich darüber bereits mit ihren europäischen Schwesterparteien einig und habe den 24. April 2010 zum „Europäischen Aktionstag für eine Finanztransaktionssteuer“ ausgerufen.
„Eine Steuer auf sämtliche Finanzgeschäfte ist ein sinnvolles
Instrument, um das Ausmaß der Finanzspekulationen zu begrenzen. Zudem
würde die Steuer die Finanzjongleure an der Finanzierung des Gemeinwohls
beteiligen. Eine geringe Steuer in Höhe von 0,05 Prozent auf jedes
Finanzgeschäft würde weltweit zu Einnahmen von rund 500 Milliarden Euro
führen. Allein in der EU würden die Staaten fast 200 Milliarden Euro
einnehmen. In Deutschland würde sich das Aufkommen auf fast 40
Milliarden belaufen“, teilt Thomas Oppermann mit.
„Angesichts der hohen Verschuldung in fast allen EU-Staaten sind
zusätzliche Einnahmen dringend erforderlich. Die Mittel aus der
Finanztransaktionssteuer könnten beispielsweise für Investitionen in
Bildung, Forschung und Entwicklung sowie klimafreundliche Technologien
investiert werden. Ein Teil des Aufkommens könnte dazu verwandt werden,
weltweit Armut und Hunger zu bekämpfen“, so der Bundestagsabgeordnete.
Der Zeitpunkt, eine solche Steuer auf Finanzgeschäfte weltweit zu
vereinbaren, sei so günstig wie nie zuvor. „Ende Juni werden sich die
Staats- und Regierungschefs der G20 in Toronto treffen und über eine
solche Steuer sprechen. Es gibt nichts, was gegen die
Finanztransaktionssteuer spricht. Großbritannien erhebt eine ähnliche
Steuer seit dem Jahr 1694, obwohl London der größte Finanzplatz in
Europa ist. Von den 27 Mitgliedstaaten der EU haben bereits zehn Staaten
eine Steuer auf Finanzgeschäfte eingeführt. Auch dem US-Kongress liegt
ein Gesetzentwurf zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer vor.
Selbst Indien hat bereits eine solche Steuer!
Die Bundesregierung sollte sich deshalb endlich dafür einsetzen, dass eine Finanztransaktionssteuer beim G20-Treffen im Juni beschlossen wird. Falls dies wider Erwarten nicht möglich sein sollte, sollte Deutschland sich zunächst auf EU-Ebene für eine europäische Vereinbarung einsetzen“, fordert Thomas Oppermann.
Leider wolle die Koalition aus CDU/CSU und FDP nicht einmal über dieses Thema diskutieren: Im März verhinderte sie eine entsprechende Anhörung von Experten im Bundestag.
Der Zeitpunkt, eine solche Steuer auf Finanzgeschäfte weltweit zu
vereinbaren, sei so günstig wie nie zuvor. „Ende Juni werden sich die
Staats- und Regierungschefs der G20 in Toronto treffen und über eine
solche Steuer sprechen. Es gibt nichts, was gegen die
Finanztransaktionssteuer spricht. Großbritannien erhebt eine ähnliche
Steuer seit dem Jahr 1694, obwohl London der größte Finanzplatz in
Europa ist. Von den 27 Mitgliedstaaten der EU haben bereits zehn Staaten
eine Steuer auf Finanzgeschäfte eingeführt. Auch dem US-Kongress liegt
ein Gesetzentwurf zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer vor.
Selbst Indien hat bereits eine solche Steuer! Die Bundesregierung sollte sich deshalb endlich dafür einsetzen, dass eine Finanztransaktionssteuer beim G20-Treffen im Juni beschlossen wird. Falls dies wider Erwarten nicht möglich sein sollte, sollte Deutschland sich zunächst auf EU-Ebene für eine europäische Vereinbarung einsetzen“, fordert Thomas Oppermann.
Leider wolle die Koalition aus CDU/CSU und FDP nicht einmal über dieses Thema diskutieren: Im März verhinderte sie eine entsprechende Anhörung von Experten im Bundestag.


