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Protestmarsch am 5. Mai
Hebammen in Not!
Eigentlich ist es ihre Aufgabe den Menschen rund um die Uhr zu helfen, jetzt aber brauchen die Hebammen selber Hilfe! „Die Hebammenbetreuung im häuslichen Bereich der Schwangeren und Wöchnerinnen könnte schon bald der Vergangenheit angehören“, warnt Pia Lantelmé, Sprecherin des Hebammenverbandes in Göttingen. Der Grund: „Unbezahlbare Haftpflichtprämien bei zu geringer Entlohnung“.
(Göttingen / star) „Massiven Prämiensteigerungen stehen Gebühren gegenüber, die ohnehin inakzeptabel niedrig sind. Für die Betreuung einer Geburt, inklusive acht Stunden vor der Geburt und drei Stunden danach, bekommt die Hebamme 237 Euro für eine Geburt im Krankenhaus, 445 Euro für eine Geburt im Geburtshaus und 537 Euro für eine Hausgeburt“, rechnet der Hebammenverband vor.
„Uns Hebammen geht es nicht darum, auf hohem Niveau zu klagen, sondern es geht um die Erhaltung unseres Berufes und um die Versorgung der schwangeren Frauen, der Mütter und ihrer Neugeborenen“, so Pia Lantelmé.
Die flächendeckende Versorgung mit Hebammen sei in Gefahr, jede Frau solle aber ihr Recht auf freie Wahl des Geburtsortes behalten: „Diese Wahlmöglichkeit könnte es schon bald nicht mehr geben, da Geburtshaus- und Hausgeburtshebammen nicht mehr ihre Versicherungsbeiträge zahlen können und folglich auch keine Geburtshilfe mehr anbieten werden. Den Schwangeren bleibt also keine Wahl, sie müssen zur Geburt in ein Krankenhaus gehen. Aber auch dort wird es zu personellen Engpässen bei den Hebammen kommen. Viele kleinere Krankenhäuser haben ihre geburtshilflichen Abteilungen ins Belegsystem umgestellt. Auch die dort arbeitenden Hebammen sind von den drastisch gestiegenen Versicherungskosten betroffen“, berichtet Lantelmé.
Der Deutsche Hebammenverband hatte große Hoffnungen in die Verhandlungen mit den Krankenkassen über den „Ausgleich der Haftpflichtprämienerhöhung“ gesetzt, aber die Verhandlungen wurden Ende März für gescheitert erklärt. „Der Grund für das Scheitern sind die Spitzenverbände der Krankenkassen, die nicht bereit sind, die Vergütung für Hebammenleistungen auf ein Niveau anzuheben, das der hohen Verantwortung des Hebammenberufes gerecht wird und die massiv gestiegenen Versicherungsprämien kompensieren könnte“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes.
Mahnungen an die Politik hätten bisher keine Wirkung gezeigt, deshalb startet der Deutsche Hebammenverband am Internationalen Hebammentag, dem 5. Mai, eine E-Petition. Bis Mitte Mai werden 50 000 Unterschriften benötigt, „damit der Deutsche Bundestag sich mit der drohenden Versorgungslücke befassen muss“. Eine E-Petition ist eine Online-Unterschriftenliste – zu finden inklusive aller Informationen auf www.hebammen-protest.de.
In Göttingen findet am 5. Mai ab 11 Uhr ein Sternmarsch von verschiedenen Treffpunkten aus zum Gänseliesel statt. Die Startpunkte sind: Geburtshaus Göttingen (Am Steinsgraben), Die Hebammenpraxis (Gartenstraße), Hebammengemeinschaft Göttingen (Reinhäuser Landstraße) und die Hebammenschule der Uni-Frauenklink. Pia Lantelmé: „Wir bitten alle Eltern ihre Kinderwagen mit zu bringen und ein Stück Seil als symbolische Nabelschnur. Gemeinsam ziehen wir zum Gänseliesel, wo es ein Informationsstand zum Thema Hebammenarbeit geben wird.“
Die flächendeckende Versorgung mit Hebammen sei in Gefahr, jede Frau solle aber ihr Recht auf freie Wahl des Geburtsortes behalten: „Diese Wahlmöglichkeit könnte es schon bald nicht mehr geben, da Geburtshaus- und Hausgeburtshebammen nicht mehr ihre Versicherungsbeiträge zahlen können und folglich auch keine Geburtshilfe mehr anbieten werden. Den Schwangeren bleibt also keine Wahl, sie müssen zur Geburt in ein Krankenhaus gehen. Aber auch dort wird es zu personellen Engpässen bei den Hebammen kommen. Viele kleinere Krankenhäuser haben ihre geburtshilflichen Abteilungen ins Belegsystem umgestellt. Auch die dort arbeitenden Hebammen sind von den drastisch gestiegenen Versicherungskosten betroffen“, berichtet Lantelmé.
Der Deutsche Hebammenverband hatte große Hoffnungen in die Verhandlungen mit den Krankenkassen über den „Ausgleich der Haftpflichtprämienerhöhung“ gesetzt, aber die Verhandlungen wurden Ende März für gescheitert erklärt. „Der Grund für das Scheitern sind die Spitzenverbände der Krankenkassen, die nicht bereit sind, die Vergütung für Hebammenleistungen auf ein Niveau anzuheben, das der hohen Verantwortung des Hebammenberufes gerecht wird und die massiv gestiegenen Versicherungsprämien kompensieren könnte“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes.
Mahnungen an die Politik hätten bisher keine Wirkung gezeigt, deshalb startet der Deutsche Hebammenverband am Internationalen Hebammentag, dem 5. Mai, eine E-Petition. Bis Mitte Mai werden 50 000 Unterschriften benötigt, „damit der Deutsche Bundestag sich mit der drohenden Versorgungslücke befassen muss“. Eine E-Petition ist eine Online-Unterschriftenliste – zu finden inklusive aller Informationen auf www.hebammen-protest.de.
In Göttingen findet am 5. Mai ab 11 Uhr ein Sternmarsch von verschiedenen Treffpunkten aus zum Gänseliesel statt. Die Startpunkte sind: Geburtshaus Göttingen (Am Steinsgraben), Die Hebammenpraxis (Gartenstraße), Hebammengemeinschaft Göttingen (Reinhäuser Landstraße) und die Hebammenschule der Uni-Frauenklink. Pia Lantelmé: „Wir bitten alle Eltern ihre Kinderwagen mit zu bringen und ein Stück Seil als symbolische Nabelschnur. Gemeinsam ziehen wir zum Gänseliesel, wo es ein Informationsstand zum Thema Hebammenarbeit geben wird.“


