Donnerstag, 17. Mai 2012

- letzte Aktualisierung: 17.05.2012 um 02:24 Uhr


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Unwetterkatastrophe in Südniedersachsen

Und dann kam die Flut

Das Sporthaus Elstal in Hetjershausen war nicht mehr zu retten. Foto: Rampfel

Das Sporthaus Elstal in Hetjershausen war nicht mehr zu retten. Foto: Rampfel

Am Donnerstagnachmittag zogen über Stadt und Landkreis Göttingen zum Teil heftige Gewitter auf. Sie brachten in kürzester Zeit sehr viel Regen mit sich – und jede Menge Probleme!

Da der Boden wegen des Dauerregens kein weiteres Wasser aufnehmen konnte, schoss das Regenwasser vielerorts von den Hängen über Felder und Straßen in die Täler. In Waake stand die Hacketalstraße etwa einen Meter hoch voll Schlamm und Wasser. „Dies ist der tiefste Punkt im Ort“, so Ortsbrandmeister Andreas Otte. „Schon am 1. Mai 2004 hatten wir hier Land unter.“
Unwetter_2
Etwas weiter westlich in der Stadt Göttingen zeigten sich ähnliche Bilder, doch hier war es noch schlimmer. Das Sporthaus Elstal des SV Hetjershausen / Groß Ellershausen stürzte unter der Last der Wassermassen zusammen und ergab ein Bild der Verwüstung. Auch in Hetjershausen selber wurde die Durchgangsstraße von Schlamm bedeckt und musste am nächsten Tag mühsam freigeschippt werden.
Am Kaufpark II an der Autobahnabfahrt Göttingen sammelte sich das Wasser, bevor es weiter in Richtung Grone abfloss und zahlreiche Keller füllte. Der Parkplatz des Kaufparks stand komplett unter Wasser, auch einige Geschäfte zählten zu den Opfern und mussten sich mit Besen, Lappen und Eimern der kleinen Sintflut erwehren. Hier war sogar das Technische Hilfswerk im Einsatz.
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Die Autobahn 7 musste in Fahrtrichtung Süd bei Elliehausen für längere Zeit voll gesperrt werden, da die Fahrbahn überflutet war. Es bildete sich ein Rückstau von bis zu 18 Kilometern. Aus der Leine in Höhe des Tierheimes zog die Feuerwehr eine Person aus dem Wasser. Der Rettungsdienst transportierte sie ins Klinikum.
Auch in anderen Teilen des Landkreises rückten zahlreiche freiwillige Feuerwehren aus, um der Bevölkerung zu helfen. Zum Glück schien am nächsten Tag die Sonne, so dass die Aufräumarbeiten wenigstens bei gutem Wetter stattfanden und die durchnässte Kleidung schnell auf den Leinen trocknete.

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