Freitag, 10. Februar 2012

- letzte Aktualisierung: 09.02.2012 um 15:44 Uhr


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Basketball: BG gewinnt 91:73

Grandioses Comeback von Anderson

Brettspiele mit Michael Meeks. Foto: Reinhard

Brettspiele mit Michael Meeks. Foto: Reinhard

1:0 für die Veilchen! Im ersten Play Off-Viertelfinalspiel der Basketball-Bundesliga hat die BG Göttingen 91:73 (46:34) gegen die Eisbären aus Bremerhaven gewonnen. Die 2.502 Zuschauer in der Kasseler Rothenbach-Halle bejubelten nicht nur diesen Sieg, sondern auch einen überragenden Dwayne Anderson. Mit 24 Punkten feierte der 23-Jährige nach langer Verletzungspause das perfekte Comeback. Trainer John Patrick: „Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme beim Rebounding. In der zweiten Hälfte haben wir uns hier viel besser gezeigt. Wir hatten auch die Shootern der Bremerhavener nicht im Griff, da hat teilweise die Kommunikation in der Defense nicht gestimmt.“

Ohne ihren Kapitän und Defense-Spezialisten John Little musste die BG in diese wichtige Play Off-Serie starten, der 25-Jährige war im Training unglücklich auf dem Fuß von seinem Mannschaftskollegen Michael Meeks gelandet und musste mit einer Bänderdehnung passen. Ohne den Kapitän an Bord erwischte die BG einen denkbar ungünstigen Start, 0:5 nach nur einer Minute. Kein Problem, eine weitere Minute später stand es 7:5 für die Veilchen. Beide Teams unterstrichen in dieser Anfangsphase, das sich hier die offensivstärksten Teams der Liga gegenüberstanden. Da die Eisbären um Jeff Gibbs zudem auch die Reboundkönige der Liga sind, entwickelte sich eine wie erwartet hart umkämpfte Play Off-Partie, in der Dwayne Anderson mit einem Dreier zum 14:11 die ersten Punkte nach seinem Comeback erzielen konnte. Bei den Gästen hatte allerdings Torrell Martin wie schon im Pokal in Frankfurt gegen die Veilchen einen Sahnetag erwischt, mit zehn Punkten im ersten Viertel hielt er seine Farben im Spiel. Das die BG dennoch führte, lag auch an Chris Oliver, der schon beim Aufwärmen reihenweise die Dreier versenkte und mit acht Punkten im ersten Viertel bester Göttinger war.
JacobsonGleich zu Beginn des 2. Viertels setzte er mit einem Alley Oop auf Pass von Jacobson zum 25:19 noch einen drauf und die Veilchen konnten sich erstmals weiter absetzen. Nicht, dass die Eisbären schlecht waren, sie spielten wahrlich am oberen Limit. Doch die BG hatte immer eine bessere Antwort parat, punktete einfach ausgeglichener. Anderson mit einer unglaublichen Vorstellung nach so langer Verletzungspause, mit elf Punkten war er zur Pause der Topscorer der Partie. Über 36:25 (16.) bauten die Veilchen die Führung bis zum Wechsel auf 46:34 aus. Nur das mit den Rebounds musste noch besser werden, den Kampf unter der Brettern entschieden die starken Eisbären im ersten Durchgang deutlich mit 19:11 für sich.
Und sie legten sogar noch einen drauf, es war Play Off-Time, eine Partie voller Tempo, Power-Basketball auf beiden Seiten. Wer hier auch nur eine Sekunde nachließ, war auch schon verloren. Jacobson mit einem Dreier aus der Tiefgarage, Anderson weiter wie aufgedreht und zwei Korblegern, Antoine Jordan mit einem weiteren Dreier zum 58:41(24.), gegen diesen Angriffswirbel der Veilchen fand Eisbären-Coach Doug­las Spradley nur ein Mittel: Auszeit! Da die BG jetzt auch bei den Rebounds ordentlich zur Sache ging, hatten die Eisbären kaum eine Chance, das Blatt zu wenden.
Anderson_qUnd die Veilchen hatten ja noch einen Dwayne Anderson, der eine Wiederauferstehung der ganz besonderen Art erlebte. Der 23-Jährige traf einfach alles, er war der Leuchtturm in einem überragenden Team. Die Entscheidung fiel wohl nach 29 Minuten, als Ober-Eisbär Jeff Gibbs nach einem Foul noch ein technisches kassierte und mit 5. Fouls raus musste. Mit einem klaren 71:53 gingen die Veilchen in das finale Viertel.
Nun kommt es ja in den Play Offs nicht darauf an, einen Gegner möglichst klar aus der Halle zu schießen, sondern als erstes Team drei Spiele zu gewinnen. So ließ die BG in der folgenden Phase erstmals die Zügel etwas schleifen, Jacobson übertrieb es mit den Dreiern und schon waren die Eisbären wieder auf 76:68 (34.) dran. Typisch für das Spiel der BG das 81:68 durch Anderson, der nach einem weiteren Fehlversuch von Jacobson aus der Distanz zum Rebound hochstieg und einnetzte (36.). Die Entscheidung!
Patrick: „Ich bin froh, dass Dwayne Anderson wieder voll für uns da ist. Ich bin auch stolz darauf, wie das Team die Verletzung von John Little kompensiert hat. Diese Serie ist noch lange nicht vorbei. Jetzt müssen wir uns voll und ganz auf Donnerstag konzentrieren.“
Oliver_hEisbären-Coach Douglas Spradley: „Ich habe meinen Spielern in der Kabine gesagt, dass Du alles geben musst, wenn Du in den Playoffs gewinnen willst. Du musst kämpfen, kratzen und beißen. Du musst vor allem auch verteidigen. Es ist nun das zweite Mal, dass wir schlecht gegen Göttingen verteidigt haben. Es ist sicher nicht einfach gegen Göttingen zu verteidigen, aber wir haben so oft gegeneinander gespielt, da gibt es keine Überraschungen mehr. Wenn man gegen die BG gewinnen will, muss man härter spielen. Das ist nicht einfach, aber man muss es probieren. Phasenweise war es heute okay, aber das hat nicht gereicht.“
Die Veilchen haben das 1:0 vorgelegt, doch es dürfte ein dramatisches Viertelfinale werden. Bremerhaven präsentierte sich als starkes Team, es wäre kein Wunder, wenn es über die kompletten fünf Spiele gehen würde. Auf das die Play Off-Bärte in diesem Jahr besonders lang werden...

Punkte: Anderson 24/4, Jacobson 15/3, Oliver 14, Rochestie 13, Jordan 10/1, Frazier 6/1, Meeks 5/1 und McNaughton 4..  

Beste Spieler: Anderson, Oliver - Campbell 16/3, Martin 13/1, Brooks 12/1 und Schwethelm 10/2.

Spielfilm: 9:9 (4.), 18:14 (8.), 25:19 (12.), 36:25 (16.), 46:34 (20.), 58:45 (24.), 67:53 (28.), 74:62 (32.), 81:68 (36.)

Viertel: 23:19, 23:15, 25:19, 20:20

Rebounds: 32 – 34

Freiwürfe: 21 v. 26 - 15 v. 20

Zuschauer: 2 502

Play Off-Ergebnisse:
Oldenburg - Braunschweig 83:67
Bonn - Bamberg 78:80
Berlin - Frankfurt heute

Termine:
Spiel 2: Do., 13. Mai, 17:00 Uhr, Stadthalle Bremerhaven
Spiel 3: Sa., 15. Mai, 19:30 Uhr Lokhalle Göttingen
Spiel 4 (falls erforderlich): Mi., 19. Mai, 19:30 Uhr Stadthalle Bremerhaven
Spiel 5 (falls erforderlich): Fr., 21. Mai, 19:30 Uhr Lokhalle Göttingen

Karten für die Heimspiele in der Lokhalle gibt es auch beim ExtraTiP in der Prinzenstraße 10-12.

Grandioses Comeback von Anderson. Foto: Reinhard

Grandioses Comeback von Anderson. Foto: Reinhard

Das Ziel im Visier: Ben Jacobson. Foto: Reinhard

Das Ziel im Visier: Ben Jacobson. Foto: Reinhard

Herr der Lüfte: Chris Oliver. Foto: Reinhard

Herr der Lüfte: Chris Oliver. Foto: Reinhard

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