Donnerstag, 09. Februar 2012

- letzte Aktualisierung: 08.02.2012 um 02:49 Uhr


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Basketball: BG gewinnt 67:57

Minus-Serie in Paderborn beendet!

Ben Jacobson mit konzentrierter Defense gegen Nicolai Simon.	Foto: Nies

Ben Jacobson mit konzentrierter Defense gegen Nicolai Simon. Foto: Nies

Bann gebrochen: Mit einem 67:57 (38:36)-Sieg in Paderborn haben die Basketballer der BG Göttingen den ersten Sieg bei den Baskets in der 1. Liga eingefahren. Auch ohne den verletzten Top-Scorer Chris Oliver und den gesperrten Michael Meeks fuhren die Veilchen diesen wichtigen Sieg beim Schlusslicht ein. Head-Coach Jon Patrick: „Das war ein Arbeitssieg. In der Offense haben wir sehr verkrampft und egoistisch gespielt. Am Ende hatten wir mehr Kraft und die Rebounds waren entscheidend. Toll waren unsere Fans, das war wie ein Heimspiel hier.“

(Göttingen / luco) Am Morgen vor dem Spiel hatte die BG die Verpflichtung von Antoine Jordan vermelden. Jordan solle als vielseitiger Flügelspieler dem Veilchen-Kader zusätzliche Tiefe verleihen. Der 1,95 Meter große US-Amerikaner hatte bereist eine erste Trainingseinheit mit seinem neuen Team absolviert und war in Paderborn bereits spielberechtigt. „Die Art und Weise wie hier Basketball gespielt wird, gefällt mir sehr gut. Das ist genau mein Stil“, hatte sich Antoine Jordan auf seinen ersten Einsatz für die Veilchen gefreut.
Und der neue Mann sah, wie die BG von Beginn gewohnt offensiv und aggressiv zur Sache ging, über 0:5 (2.) führten die Gäste schnell mit 2:11 (5.), wenig später hieß es 5:15 (8.). Angesichts dieser klaren Führung ließen es die Veilchen etwas gemächlicher angehen und dass sollte sich rächen. Die Baskets verkürzte auf 13:15 (10.), ehe der trotz eines „Veilchens“ spielende Taylor Rochestie das erste Viertel mit dem 13:17 beendete.
Die Aufholjagd der Gastgeber schien für das Patrick-Team allerdings keine Warnung gewesen zu sein. Unerklärlicherweise gingen sie weiter sehr behäbig zur Sache, nahmen die wildesten Würfe und verteidigten nur noch halbherzig. Als Paderborn auch noch begann, seine Dreier zu treffen, drehte sich die Partie endgültig. Lediglich Dwayne Anderson stemmte sich dagegen. Der 23-jährige US-Amerikaner traf aus allen Lagen, hielt sein Team mit 17 Punkten im ersten Durchgang fast allein im Spiel. Paderborn führte zwischenzeitlich zwar mit 23:18 (13.), doch jetzt zeigte endlich auch Ben Jacobson die von ihm geforderten Führungsqualitäten, mit einem 5:18-Lauf zog die BG wieder auf 28:36 davon (19.). Mit weiteren Dreiern verkürzten die Baskets bis zur Pause auf 36:38, für die zweite Hälfte stand ein heißer Tanz bevor.
Und irgendwie liegen diese Paderborner der BG einfach nicht, noch nie konnten sie in der 1. Liga dort gewinnen, der letzte Sieg stammt aus der 90er Jahren, und diese Serie schien zu halten. Über vier Minuten blieben die Veilchen zu Beginn der zweiten Hälfte ohne Korberfolg, ehe Chester Frazier wenigstens einen von zwei Freiwürfen verwandeln konnte, das Schlusslicht aber führte 42:39 (25.). Es entwickelte sich ein reines Kampfspiel, in dem spielerische Höhepunkte eher selten waren, aber die BG kämpfte sich zurück ins Spiel, Boone, Frazier und Rochstie mit einem wichtigen Dreier setzten jetzt die Akzente, mit einer 49:54-Führung ging es in das Schlussviertel. Das Problem: Anderson und Little waren zu diesem Zeitpunkt mit vier Fouls belastet!
Doch sie konnte sich steigern, zumindest in der Abwehr, mit einer gnadenlosen Defense kochten sie jetzt die Gastgeber ab und erzwangen so zahlreiche Ballverluste der Baskets. Frazier erhöhte mit einem Dreier auf 51:61(35.), doch so eine Führung bedeutet in Paderborn bekanntermaßen auch 60 Sekunden vor Schluss noch nichts! Diese Baskets muss man niederkämpfen und nicht an die Wand spielen und genau so haben sie es am Ende gemacht. Der Bann ist gebrochen, der erste Sieg in Liga 1 in Paderborn. Bei einer Reboundüberlegenheit von 49 zu 29 konnten sie sich am Ende sogar ungewöhnliche 19 Ballverluste leisten.

Punkte: Anderson 21/1, Jacobson 12/1, Boone 11, Rochestie 9/1, Frazier 8/1, MacNaughton 4 und Little 2.

Beste Werfer Paderborn: Terwilliger 16/2, Simon 9, Moore 9/1, Haynes 8/1.

Ergebnisse:
Ulm - Hagen 87:72
Paderborn - Göttingen 57:67
Mitteld. BC - Quakenbrück 81:80
Trier - Bremerhaven 85:86
Gießen - Düsseldorf 89:93
Bonn - Bamberg 89:79
Oldenburg - Alba Berlin 68:59


Schwarzer Samstag für die Regionalliga-Teams

Die Männer verloren ihr Heimspiel gegen den VfB Hermsdorf 63:64 (30:22), die Frauen unterlagen 54:70 (21:37) bei der Reserve des SV Halle.

„Wir haben das Spiel gleich im ersten Viertel verloren. Da haben wir eine ganz schwache Defense gespielt und in der Offense selbst die einfachen und freien Würfe nicht getroffen. Da kam wirklich alles zusammen“, haderte Spielertrainerin Jennifer Kerns. Mit 8:24 ging das 1. Viertel verloren.
Diesem Rückstand liefen die Veilchen das ganze Spiel über hinterher. Immerhin steigerten sich die BG-Frauen, gingen in der Defense jetzt aufmerksamer zu Werke, doch vorne ging weiter kaum ein Ball rein. 54:33 führte Halle vor dem Schlussviertel, die Messe war gelesen. Erst als die Gastgeberinnen durchwechselten, nutzten die Veilchen  dies zur Ergebniskosmetik.
Punkte: Bode 11, Hemmerlein 9, Klimek 9/3, Pilz 7, Dettbarn 6, Kerns 6/2, Krumm 2, Münder 2 und Schoen 2.

Haben auch die Männer der BG 74 ihre Partie gegen den VfB Hermsdorf im ersten Viertel verloren? Nach furiosen zehn Minuten führten die Gastgeber mit 20:4. „Das war schön, aber auch gefährlich“, wusste Trainer Hans-Werner Schmidt spätestens mit dem Schlusspfiff. Nach der klaren Führung ließ die BG immer mehr nach, während die Gäste  besser ins Spiel fanden. Die BG ging noch mit einer acht Punkte-Führung in die zweite Hälfte. Spätestens da machte sich bemerkbar, dass die BG mit den verletzten Robert Dill und und Nils Scharf auf zwei wichtige Akteure verzichten musste. In der Offensive ging nicht viel zusammen, auch Neuzugang Kevin Reed traf aus dem Feld 0 von 9, verwandelte nur zwei Freiwürfe, holte aber immerhin zehn Rebounds. Ernie Rama vergab mit einem Freiwurf die Chance auf die Verlängerung. „Jetzt wird es ganz schwer, wir müssen noch drei von sechs Spielen gewinnen“, so die Rechnung des Trainers.
Punkte: Adamczak 16/1, Wolf 14, Rosenberg 10/1, Rama 10, Both 6, T. Schmidt 3, Reed 2 und Willing 2.    


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