Donnerstag, 17. Mai 2012

- letzte Aktualisierung: 17.05.2012 um 02:24 Uhr


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Basketball: BG 74 gründet GmbH

Traumstart für Starting Five

Die Gesellschafter der starting five GmbH: Ulrich Frank, Robert Stahr, Marc Franz, Michael Hamel und für die BG 74 Hans-Jürgen Schmidt (v. l.).	Foto: BG 74

Die Gesellschafter der starting five GmbH: Ulrich Frank, Robert Stahr, Marc Franz, Michael Hamel und für die BG 74 Hans-Jürgen Schmidt (v. l.). Foto: BG 74

Dem Erstliga-Basketball in Göttingen dürfte nichts mehr im Wege stehen. In der Woche gründete die BG 74 zusammen mit vier Gesellschaftern die „starting five GmbH“, die mit der Durchführung des Bundesliga-Spielbetriebs der beiden Basketball-Erstligateams betraut werden soll. Und die Starting Five konnte sich gleich über einen Traumstart freuen, am Freitag gab es endlich grünes Licht vom Rat der Stadt Göttingen, es wurde eine einvernehmliche Lösung für die Lokhallenmiete gefunden.

(Göttingen / luco) Mit der Gründung der GmbH durch die Gesellschafter Ulrich Frank, Robert Stahr, Marc Franz, Michael Hamel und für die BG 74 Hans-Jürgen Schmidt werden die Planungen der BG 74 für die 1. Liga immer konkreter. Geschäftsführer wird der bisherige Liga-Koordinator Marc Franz, die Geschäftsstelle wird sich in den Räumlichkeiten des Sponsors Klartext in der Weender Landstraße 8 - 10 befinden. „Die Trägergesellschaft wird die Lizenzen der beiden Bundesliga-Teams übernehmen und gemeinsam mit dem Verein als Gesellschafter an einer erfolgreichen Zukunft arbeiten“, erklärt Franz.
Als geschäftsführender Gesellschafter wird Franz für das Tagesgeschäft zuständig sein, in den kommenden Wochen sollen weitere Mitarbeiter und Praktikanten eingestellt werden. Franz: „Geplant ist eine Geschäftsstelle mit drei hauptamtlichen Mitarbeitern und zwei bis drei Praktikanten.“
In der Woche waren alle Gesellschafter Tag für Tag in Sachen Sponsorengespräche unterwegs, Trainer John Patrick wird am Wochenende zurück erwartet, er soll umgehend Gespräche mit den Spielern führen und hat schon zwei Amerikaner zum Probetraining zu Gast gehabt. Auf Hochtouren läuft auch die überregionale Sponsorensuche durch Unic-Marketing: „Die ersten Angebote wurden bereits verschickt, nun drücken wir die Daumen, dass unsere Idee des Spitzenbasketballs in Göttingen bald durch einen Premiumsponsor unterstützt wird“, hofft der Starting Five-Geschäftsführer.
Mit Spannung wurde dann der Freitag erwartet. Der Rat der Stadt Göttingen trat zusammen, um über das Thema Lokhallen-Miete zu entscheiden. Unmittelbar vor Beginn der Ratssitzung unterrichtete Oberbürgermeister Wolfgang Meyer die Fraktionen, dass er kurz nach Beginn eine Verwaltungsausschuss-Sitzung beantragen wird, um eine Lösung vorzustellen. Die gab es dann auch wenig später und sieht eine jährliche Lokhallen-Miete von 60 000 Euro vor, sollte die BG einen Schnitt von mehr als 2 000 Zuschauern pro Heimspiel erreichen, wird für jeden weiteren Zuschauer ein Euro fällig. Bei einem Schnitt von 2 500 Fans wären das am Ende 68 500 Euro, wäre die Lokhalle am Ende der Saison 17 Mal mit 3 300 Zuschauern ausverkauft, wären 82 100 Euro fällig. Der Vorschlag des Oberbürgermeisters wurde am Ende mit breiter Mehrheit angenommen, lediglich die Bündnis 90 / Die Grünen enthielten sich der Stimme.
„Gut, dass es jetzt eine Lösung gibt, die eine breite Mehrheit gefunden hat“, begrüßte SPD-Fraktionschef Tom Wedrins die Entscheidung. Jetzt gehe es für die BG 74 los, „nun drücken wir die Daumen für einen guten Start in die erste Saison.“
Erleichtert war auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Fritz Güntzler: „Wir hätten für die BG gerne mehr erreicht, aber der Oberbürgermeister und die SPD waren nicht bereit, der BG weiter entgegenzukommen. Ich bin froh, dass der Oberbürgermeister aufgrund des öffentlichen Drucks überhaupt eingelenkt hat, zumal bis zuletzt von 200 000 Euro als Hallenmiete die Rede war.“ Der Ratsbeschluss sei ein Erfolg für die BG 74 und für die Stadt Göttingen.
Diese Einschätzung teilt auch FDP-Fraktionschef Wolfgang Thielbörger: „Unser Grundsatz war, der BG 74 zu helfen. Erstliga-Basketball ist ein enormer Image-Gewinn für die Stadt Göttingen und die Lokhalle.“
Erleichterung und Zufriedenheit natürlich auch bei den Verantwortlichen der BG 74: „Wir freuen uns, dass der Rat eine einvernehmliche Lösung gefunden hat, die uns die nötige Planungssicherheit gibt.“ Business-Club-Präsident Michael Hamel: „Ich bin hochgradig erfreut, dass der Rat uns dieses Signal gegeben hat.“ De gefundene Lösung sei eine gute Lösung: „Wir zahlen eine ordentliche Miete und die Stadt hat ihre festen Einnahmen.“ Der Ratsbeschluss sei ein wichtiger Schritt in Sachen 1. Bundesliga, am morgigen Montag wird die Gesellschafterversammlung zusammentreten: „Dann werden wir noch einmal alle Zahlen durchgehen, schließlich müssen wir bis Dienstag endgültig entscheiden, ob wir die Lizenz annehmen“, so Hamel. Nach diesem Ratsbeschluss wird den Starting Five wohl nichts anderes mehr übrig bleiben als „Ja“ zu sagen...

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