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Fußball: SVG 2:1 in Wolfenbüttel
Hilleke lässt die SVG hoffen!
Philipp Hilleke dreht nach sinem Siegtreffer jubelnd ab, die Wolfenbütteler am Boden zerstört. Foto: Freundenberg
Die SVG Göttingen hat die vorletzte Chance gewahrt! In der Relegation zur eingleisigen Oberliga Niedersachsen gewannen die Schwarz-Weißen 2:1 (1:1) beim MTV Wolfenbüttel. Jetzt steigt am Mittwoch, 16. Juni, das „Endspiel der Tabellendritten“, Gegner ist dann um 19.30 Uhr in Braunschweig der SC Langenhagen. Der Sieger ist in der Oberliga!
Die Gastgeber ganz altbacken mit Libero und zwei Manndeckern dominierten auch in der Folgezeit das Geschehen, spielten immer wieder über Außen und in den Rücken der SVG-Abwehr, in der der wiedergenesene Jan Hoffmann zum Glück für neue Stabilität sorgte. Nach vorne ging nicht viel zusammen, El Zein verzettelte sich in Dribblings, während der MTV angetrieben vom starken Zdravko Tuzlak immer wieder schnell das Mittelfeld überbrückte.
In der Nachspielzeit der zu diesem Zeitpunkt glückliche Ausgleich, El Zein scheiterte noch am MTV-Keeper, doch Yusuf Beyazit staubte ab und schob den Abpraller zum 1:1 ein (45.). „Die Mannschaft präsentiert sich wie der Vorstand – orientierungs- und führungslos“, lautete der bissige Halbzeit-Kommentar des scheidenden Geschäftsführers Joachim Lüdecke.
Das Team kam nach dem Wechsel wie verwandelt aus der Kabine. Die Schwarz-Weißen präsentierten sich jetzt laufstark, gingen aggressiv in die Zweikämpfe und waren jetzt das deutlich bessere Team. Große Torchancen sprangen nicht dabei heraus, aber auch der MTV hatte durch Körner nur noch eine Möglichkeit zur Führung. Die Chance der SVG kam, als Wolfenbüttels Loaiy Badaoui nach 76 Minuten von Schiedsrichter Stephan Müller (Algermissen) mit Gelb-Rot in die Kabinen geschickt wurde. Wenig später legte der überragende Yusuf Beyazit für Philipp Hilleke auf, der per Kopf zum vielumjubelten 1:2 traf (78.). Die SVG hatte Ball und Gegner im Griff und ließ auch nach der Roten Karte gegen René Illner (84.) nichts mehr anbrennen.
Im Tor hatte Trainer Djordje Curcic Denis Kobold für Cord Behrens gebracht. Kobold nach dem Spiel unter Tränen: „Wir haben kühlen Kopf bewahrt, es war ein schönes Abschiedsspiel für mich.“ Mit Kobold als Kapitän war die SVG zweimal aufgestiegen, jetzt zieht es den Torhüter erst in der Urlaub und dann zum Landesliga-Aufsteiger FC Grone. Eine Absage handelte sich die SVG von Stürmer Theo Koch (RSV 05) ein, der zum VfB Oldenburg wechseln soll.
Trainer Curcic: „Es war anstrengend und wir haben lange Zeit gebraucht, um unsere Leistung abzurufen.“ Besonders freute er sich über die starke Vorstellung von Beyazit („Er hat wichtige Akzente gesetzt!“) und Hoffmann, gegen den SC Langenhagen rechnet er sich durchaus Chancen aus: „Die sind in Mittelfeld und Angriff stark, aber auch sehr anfällig in der Abwehr.“
Tore: 1:0 Yüksek (6.), 1:1 Beyazit (45.), 1:2 Hilleke (78.)
Gelb-Rot: Badaoui (MTV / 78.)
Gelb-Rot: Illner (SVG / 84.)
Zuschauer: 150


