Freitag, 10. Februar 2012

- letzte Aktualisierung: 09.02.2012 um 15:44 Uhr


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HG Rosdorf-Grone vs. SV Aue Liebenau 25:31

Auseinandergefallen

Überspringt erfolgreich die Liebenauer Abwehr: Jonas Norpoth. Foto: Wenzel

Überspringt erfolgreich die Liebenauer Abwehr: Jonas Norpoth. Foto: Wenzel

Die Oberliga-Handballer der HG Rosdorf - Grone sind wieder um eine Erfahrung reicher! Nur als Mannschaft haben sie eine Chance – und im Spiel gegen die punktgleiche SV Aue Liebenau war das Team von Mirko Jaissle in den letzten 15 Minuten alles andere als ein Team und verlor verdient mit 25:31 (11:11).

(Rosdorf/bb) Wenn eine Mannschaft ganz langsam aufbaut, dann spricht man in der Handballszene vom „Gummersbacher Schleppschritt“. Auch die SV Aue Liebenau spielte ganz langsam nach vorne und dann lange Angriffe. Das behagte der HG nicht besonders, ebenso wie die offensive, sehr mannbezogene 3:2:1-Deckung der Gäste. Das gebundene Spiel der Rosdorfer funktionierte nie flüssig und Tore resultierten zumeist aus Einzelaktionen.
Insgesamt sahen die etwa nur 100 Zuschauer im Rosdorfer Siedlungsweg in der ersten Halbzeit ein schwaches, von vielen technischen Fehlern geprägtes Oberligaspiel.
Nach dem Wechsel wartete Gästespielertrainer Tobias Naumann, der für seinen verhinderten Coach Ingmar Steins agierte, mit einer Überraschung auf. Er brachte erst jetzt Waldemar Buchmüller, den Toptorschützen seiner Mannschaft – und stellte mit dem Rechtshänder auf Rückraum rechts das Rosdorfer Team vor ein ziemlich unlösbares Problem. Denn Buchmüller nahm sich fast jeden möglichen Wurf und traf sieben Mal in die Maschen – und das mit extrem harten Würfen auf dem Stemmschritt.
Bis zur 47. Minute hielten die Rosdorfer die durch Entscheidungen der Schiedsrichter ziemlich hektische Partie noch offen. Die Gäste ließen sich davon deutlich weniger beirren. Sie trafen fast aus jeder Lage ins Rosdorfer Netz – auch weil die Abwehr der Gastgeber immer weniger funktionierte und nicht mehr zusammen arbeitete. Besonders Malte Grabisch, der mal im Rückraum und auch am Kreis auftauchte, bekamen die Rosdorfer nie in den Griff – und dann war da ja noch Buchmüller…
Im Angriff scheiterten die Gastgeber an sich selbst, dem gegnerischen Torwart und der Abwehr – in dieser Reihenfolge!
Trainer Mirko Jaissle schnappte sich unmittelbar nach dem Spielende seine Tasche und verschwand wortlos in den Katakomben der Sporthalle. Routinier Marcus Wuttke konnte das gut verstehen: „Wir finden einfach keine spielerische Linie. Vielleicht haben wir nach der ganz guten Leistung letzte Woche gedacht, es geht von alleine.“ Niedergeschlagenheit überall...
Nur nicht bei den Liebenauern, die feierten den Auswärtssieg und freuten sich, dass sie die Heimpleite gegen die HG wettmachen konnten. „Wir haben nicht so viele Spieler und Buchmüller war lange krank. Da sind mir 30 Minuten Volldampf lieber“, freute sich Interimstrainer Naumann.

Tore:
Brand 7/2, Wuttke 6, Norpoth 4, Brandes 4/2, Gerstmann 2, T. Hartdegen 2

Spielfilm:
1:1 (4.), 3:3 (7.), 5:5 (11.), 5:7 (15.), 6:8 (18.), 9:9 (22.), 10:10 (24.), 10:11 (25.), 11:13 (33.), 14:14 (36.), 17:17 (41.), 21:21 (47.), 21:25 (52.), 23:28 (56.), 24:30 (59.)

Beste Spieler:
Wuttke, Gerstmann – Malte Grabisch 13/4, Buchmüller 7

Siebenmeter:
6/4 – 5/4

Zeitstrafen:
10 – 14 Min.

Zuschauer:
101

Schiedsrichter:
Dörhage / Elsner (HSG Nord Edemissen)

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