Freitag, 10. Februar 2012

- letzte Aktualisierung: 09.02.2012 um 15:44 Uhr


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HG Rosdorf-Grone – TS Großburgwedel 35:31

Mirko mit Spaß am Handball

Spielertrainer Mirko Jaissle zeigt, wie

Spielertrainer Mirko Jaissle zeigt, wie's geht. Foto: Wenzel

Mit einer Überraschung wartete die HG Rosdorf-Grone auf. Auf dem Spielbericht stand auch Trainer Mirko Jaissle – als Spieler. Und der Überraschungscoup machte sich bezahlt. Gegen den Tabellenvierten der TS Großburgwedel siegte sein Team nach großem Kampf in heimischer Halle mit 35:31(21:16).

Immer weniger Zuschauer finden den Weg in die Rosdorfer Sporthalle und auch das Mikro hatte den ein oder anderen Aussetzer. Gekommen war dafür ein Ehemaliger: Ex-Coach Jürgen Kloth – als Alfelder Spion? Doch die Abwesenden verpassten eine ziemlich spektakuläre erste Halbzeit.
Die Rosdorfer, die auf Abwehrchef Jonas Norpoth (dicker blauer Fuß) verzichten mussen, spielten eine 5:1-Deckung. Niklas Stöber auf der 1 machte seine Sache richtig gut. Weniger gut dafür die Deckung der Gäste, sie lud die Rosdorfer zum Tore werfen ein. In der 13. Minute wechselte sich Mirko Jaissle ein. Drei Minuten später war er mit einem Tempogegenstoß erfolgreich – verlernt hat er nichts, machte das Spiel schnell und seine Mitspieler profitierten.
Doch auch die Großburgwedeler hatten mit Jörg-Uwe Lütt eine Trumpfkarte. Der 45-Jährige Torwart hat Jahrzehnte in der ersten Bundesliga gespielt, wurde kurz nach Jaissle eingewechselt und knöpfte den Rosdorfern viele Bälle ab. Wenn er nicht gewesen wäre, hätten die Rosdorfer das Spiel schon vor der Pause entschieden. Glück für die Gastgeber, dass es nach einem Foul (24.) nur eine Zwei-Minuten-Strafe für den starken Ender Kanar gab.
Nach dem Wechsel verflachte die Partie etwas, Rosdorf konnte das Niveau nicht ganz halten und Burgwedels Bastian Harendt ebensowenig. Der Vorsprung schmolz, Spielertrainer Jaissle bekam in der 45. Minute seine dritte Zeitstrafe und coachte von nun an hinter der Bank. Zum Glück hielt Rosdorfs Torhüter Martin Bode gewohnt stark. „Kämpft wie die Säue“ rief HG-Spieler Marcus Wuttke, als die Gäste bis auf zwei Treffer (32:30) herangekommen waren. Es funktionierte, besonders weil Rosdorfs Frederik Brandes im 1:1 nur mit einem Foul gebremst werden konnte, dass eine Zwei-Minutenstrafe zur Folge hatte. Die Gäste in Unterzahl nun chancenlos und Christian Brand agierte sicher vom Sieben-Meter-Punkt. Zwei ganz wichtige Punkte waren eingefahren… Gäste-Torhüter Lütt staunte besonders, als ihm Rosdorfs Ron Gestmann ‘mal mit links und dann mit rechts erfolgreich die Bälle ins Tor warf. „Das hat mich wirklich verwirrt“, so der Torhüter.
„Wir haben in Deckung und Angriff undiszipliniert gespielt“, sagte sein Coach Mirko Hollstein. „Die zwei Minuten kurz vor Schluss haben uns den Rest gegeben.“ Es wird wohl nicht der letzte Einsatz von HG-Coach Jaissle bleiben. „Lust habe ich schon, auch wenn ich nur Luft für Kurzeinsätze habe. Wir waren aggressiv in der Abwehr und haben mit schnellem Spiel einfache Tore gemacht – so macht Handball Spaß.“
Das Spielerkarussell dreht sich. „Es ist definitiv meine letzte Saison in Rosdorf“, so Shooter Christian Brand. „Eine Neuorientierung ist wahrscheinlich“, sagte auch Frederik Brandes. „Ich bin mir allerdings noch nicht sicher.“ Es bestehe auch die Möglichkeit, das er in Rosdorf bleibe. Die Gespräche sollen demnächst stattfinden. Und auch wie es mit Jonas Norpoth weiter geht, ist offen.

Tore: Brand 8/2, Brandes 7, Kanar 7, Gerstmann 4, Wuttke 4, Stöber 3, Herbold 1, Jaissle 1

Spielfilm: 1:1 (2.), 4:3 (6.), 6:4 (7.), 8:6 (10.), 9:8 (12.), 13:10 (16.), 19:11 (21.), 20:14 (27.), 20:16 (30.), 24:18 (34.), 15:20 (40.), 19:22 (47.), 21:24 (50.), 26:26 (55.), 28:27 (59.)

Beste Spieler: Bode, Brandes, Kanar – Harendt 11/2, Lück

Siebenmeter: 3/2 – 7/6

Zeitstrafen: 14 – 8 Min.

Rote Karte: Knöchel (Großburgwedel / 60.)

Zuschauer: 112

Schiedsrichter: Geister / Kretzschmer (Groß Lafferde)

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