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TV Jahn 26:25, HG-Männer 23:26, Frauen 31:24
Zwei Mal Jubel, ein Mal Krise
Südniedersachsen - Derby in der Regionalliga Nord der Männer. Die TG Münden empfing den TV Jahn Duderstadt. Die Eichsfelder gewannen mit einem überragenden Dennis Knudsen mit 26:25 (14:12). In der Oberliga unterlagen die Männer der HG Rosdorf-Grone auch beim Vorletzten aus Dingelbe mit 23:26 (10:11). Die Frauen machten es deutlich besser, gewannen zu Hause gegen den MTV Post Eintracht Celle mit 31:24 (16:10).
Regionalliga Nord
Das Spiel des Lebens
Natürlich proppenvoll war die Gymnasiumsporthalle in Hann. Münden. Die Stimmung bestens und die Zuschauer bekamen ein tolles Regionalligaspiel zu sehen. Die Gastgeber starteten sehr selbstbewusst, allein Stefan Ditzel traf in den ersten Minuten vier Mal, 7:4 stand es nach zwölf Minuten. Doch die Eichsfelder, im Stile einer Spitzenmannschaft, ließen sich selbst durch die rote Karte für Nerijus Kesilis (25./Foulspiel) nicht beirren, drehten die Partie und führten bis zum Pausentee mit zwei Treffern.
Auch nach der Halbzeit rollte der TV Jahn-Express weiter, die Mündener bekamen Linkshänder Knudsen und Lukas Kobusinski nicht in den Griff. Der vier Tore-Vorsprung blieb bis zur 54. Minute bestehen. Dann fighteten die Gastgeber zurück. Ihr Bester, Christian Grambow, und der „Doktor“ trafen, es stand nur noch 21:22. Doch die Gäste aus dem Eichsfeld konterten, Knudsen nervenstark von der 7-Meter-Linie und Carlos Swoboda zum 24:26 (59.). Münden kam nur noch zu einer Ergebniskorrektur – die Gäste jubelten.
Fazit von Mündens Trainer Peter Rommel: „Ein intensives Derby, ein tolles Spiel, nur leider haben wir verloren – auch weil Kobusinski das Spiel seines Lebens gemacht hat.“
TV-Jahn Coach Stephan Albrecht war trotz grippalem Effekt total stolz auf sein Team: „Wir sind auf dem Zahnfleisch hierhergekommen und gehen mit gesundem Gebiss“, so der Trainer. „Mein Team hat sich nicht unterkriegen lassen, die Spieler sind bis an die Leistungsgrenze gegangen und darüber hinaus.“ Ein Sonderlob vom Trainer bekamen die tollen TV Jahn-Fans. „Die waren lauter als die Mündener!“, so Albrecht. bb
Tore Münden:
Grambow 9, Ditzel 5, Luca, Eisenbach je 4, Doktorovych 2, Müller 1
Tore Duderstadt:
Knudsen 13/3, Kobusinski 4, Heim, Swoboda je 3, Nass, Sandrock, Kesilis je 1
Oberliga Niedersachsen Männer
Es läuft einfach nicht
Beim TV Eiche Dingelbe unterlag das Oberliga-Team des leidgeplagten Trainers Mirko Jaissle mit drei Treffern. 23:26 stand es nach 60 Minuten. Die HG Rosdorf-Grone gerät nun langsam in Abstiegsnähe – die Zeiten für Egotrips sind endgültig vorbei.
Wenn’s einmal nicht läuft, dann läuft’s eben nicht – die Ursachen für die erneute Niederlage sind vielschichtig: Von der 22. bis zur 35. Minute (!) gelang den Rosdorfern kein Treffer, sie haben vier 7-Meter verworfen und waren ein Drittel der Spielzeit mit einem Mann weniger auf dem Parkett. Tim Hartdegen zog sich nach 40 Minuten eine Schulterverletzung zu und Jonas Norpoth erhielt zehn Minuten später die dritte Zwei-Minuten-Strafe – ausgerechnet als sein Team gerade auf 20:20 herangekommen war. Dann fehlten die Alternativen – das nutzten die Dingelber natürlich gnadenlos aus.
„Der Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen, sie hat aufopferungsvoll gekämpft“, so ein trotzdem enttäuschter Rosdorfer Trainer Jaissle. bb
Tore:
Wuttke 7/1, Schulz 5, Norpoth, Gerstmann je 2, Kanar, Brand, Brandes je 2/1, Hartdegen 1
Oberliga Niedersachsen Frauen
Der Papa freut sich!
Frauen der HG Rosdorf-Grone konnten sich gegen den Tabellennachbarn MTV Post Eintracht Celle mit 31:24 (18:12) deutlich durchsetzen. Trainer Lars Rindlisbacher, gerade Papa eines kleinen Jungen mit dem Namen Till Eric geworden, war ziemlich zufrieden. Denn sein Team hatte 60 Minuten (fast) nichts anbrennen lassen. Schnell ging die HG mit 3:0 (5.) in Führung und konnte sich bis zur 12. Minute auf 9:3 absetzen. „Wir haben den Vorsprung gehalten, bis dahin war es ein ruhiger Nachmittag für den Trainer“, so Rindlisbacher. Doch dann kam die Pause – mit dem Überzahlspiel seiner Frauen war der Trainer bis dato nicht zufrieden. „Wir sind etwas zu träge aus der Kabine gekommen“, so der frischgebackene Papa weniger erfreut. Das nutzten die Gegnerinnen natürlich aus und kamen bis auf 20:19 (40.) heran. „Aber wir haben uns zum Glück gefangen“, so der HG-Coach. Nachdem sich sein Team innerhalb von sechs Minuten wieder auf 24:19 abgesetzt hatte, war die Partie zugunsten der Rosdorferinnen entschieden.
Ein Sonderlob gab’s auch: „Anna Polnau hat sich im rechten Rückraum toll entwickelt“, freute sich der Trainer. bb
Tore:
Polnau 9/3, Entringer, Pahl je 5, Werner 4, Gutenberg 4/1, Grünewald 2, Junghans, Gerber je 1.


