Donnerstag, 09. Februar 2012

- letzte Aktualisierung: 08.02.2012 um 02:49 Uhr


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Hardenberg Burgturnier 2010

Erst Bowle, dann Bronze

Marco Kutscher und sein Allerdings brachten mit ihrem tollen Ritt Spannung ins Stechen.  Foto: Conrad

Marco Kutscher und sein Allerdings brachten mit ihrem tollen Ritt Spannung ins Stechen. Foto: Conrad

An diesem Wochenende der Hardenberg ganz im Zeichen des Burgturniers. Gestern hatte der Wettergott ein Einsehen, schickte schönsten Sonnenschein zum Championat. Das hob die Laune der Reiter zusätzlich – die am Freitag beim Galaabend mit Erdbeerbowle und Jazzmusik auf ein schönes Wochenende in Nörten eingestimmt worden waren. „Hoffentlich läuft es für mich heute sportlich genauso nett wie beim Galaabend“, so Marco Kutscher vor seinem Start beim Championat. „Nett“ war am Ende tatsächlich sein Fazit: Er wurde Dritter.

burg2010_Dubbel(Nörten-Hardenberg / star) Heute ab 13 Uhr (ab 13.45 Uhr live im NDR-TV) geht es um die Goldene Peitsche. Neben Vorjahressiegerin Anna-Maria Jacobs könnte auch Publikumsliebling Holger Wulschner die Peitsche ganz einheimsen, denn er hat sie schon zweimal gewonnen. „Ganz klar, das ist mein Ziel. Die Goldene Peitsche mit nach Hause nehmen, das hat bisher nur Hans-Günter Winkler geschafft. Ich habe extra die Party am Freitag ausgelassen, um an diesem Wochenende topfit zu sein“, so Wulschner.
Gestern lief es für ihn mit Little Liberty nicht so gut: zwei Abwürfe im Normalparcours, heute startet er aber mit seinem Top-Pferd Cefalo, mit dem er in diesem Jahr Vierter beim Hamburger Derby wurde!
Mit acht Fehlerpunkten lag Holger Wulschner gestern gar nicht im Trend, denn es hagelte geradezu Nullfehlerritte. 14 Starter standen am Ende im Stechen, weil die Topreiter nicht unbedingt ihre Toppferde am Start hatten, hatten auch die vermeintlichen Außenseiter ihre Chancen aufs Championat. Neben Wulschner schieden mit Lars Nieberg (13 Fehlerpunkte), Marcus Ehning (4), Gerd-Jan Bruggink (4) und dem nach Oberschenkelhalsbruch wiedergenesenen Alois Pollmann-Schweckhorst (8) noch einige weitere Favoriten im Normalparcours aus.
burg2010_LynchNach vielen fehlerfreien Ritten im ersten Durchgang purzelten die Stangen im Stechparcours dafür zunächst umso zahlreicher. Erst der für Groß Britannien startende Südafrikaner David McPherson schaffte mit einem auf Sicherheit bedachten Ritt als fünfter Starter den ersten fehlerfreien Ritt auf seinem Chamberlain. Der Schwede Rolf-Göran Bengtsson gab dagegen Gas – schnell und hoch war für seine Kiara aber zu schwer, eine Stange fiel.
Beim Ritt von Marco Kutscher schließlich ging ein Raunen durch die ausverkauften Zuschauerreihen: Er wagte eine risikoreiche Wendung auf einen mächtigen Oxer – und sein Allerdings löste die Aufgabe mit Bravour. Das brachte den beiden die bis dato sensationelle Zeit von 38,15 Sekunden ein. Olympiasieger Jeroen Dubbeldam war danach dran – auf Simon, einem Pferd, dass der berühmten Dressurreiterin Anky van Grunsven gehört. Und dieses Pferd ist schnell, konnte die Wendung genausogut nehmen wie Allerdings, das machte am Ende 37,35 Sekunden. Jetzt knisterte es auf dem Hardenberg vor Spannung...
Fernando Fernandez-Duran gab auf seinem Golddigger vom Start weg Vollgas, fing sich dabei aber einen Springfehler ein. Lacroix, das Pferd von Denis Lynch, (Foto) hatte danach den Vorteil, von Haus aus eine hohe Grundgeschwindigkeit zu haben. 0 Fehler in unglaublichen 36,07 Sekunden – war das noch zu schlagen?!
Nachwuchs-Reiter Michael Kölz (24) hätten es alle gegönnt. Er lotste seinen Lewinski sehr schnell und geschickt durch den Stangenwald und die Uhr blieb bei sensationellen 35,27 Sekunden stehen – aber die Stange am letzten Hindernis fiel. Schade!

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