Freitag, 03. September 2010

- letzte Aktualisierung: 03.09.2010 um 02:21 Uhr


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ODDSET-Rundfahrt 2005

Gerolsteiner Förster sprintet zum Erfolg

El Diabolo sorgte auch in Göttingen für Stimmung. Foto: Wenzel

El Diabolo sorgte auch in Göttingen für Stimmung. Foto: Wenzel

Die 4. Etappe der ODDSET-Rundfahrt 2005, besser bekannt unter ihrem alten Namen Niedersachsen-Rundfahrt, dominierten vermeintliche Außenseiter. Auf der „Königsetappe“ von Herzberg nach Göttingen über 186,8 Kilometer konnte sich vor Tausenden an der Bürgerstraße im Sprint Robert Förster vom Team Gerolsteiner durchsetzen.

(bb / Göttingen) Pünktlich um 13 Uhr machten sich die 106 Fahrer in Herzberg auf den Weg nach Göttingen. Die vorherige Etappe von Wolfsburg nach Herzberg hatte bei den Fahrern Spuren hinterlassen. So ließen es die Teams langsam angehen. Von Herzberg ging’s in die Ischenröder Schweiz, dann nach Uschlag, Hann Münden und über den Hohen Hagen zum Ziel nach Göttingen. Schon früh ließ das Hauptfeld eine zehnköpfige Spitzengruppe ziehen. Die fuhren einen ordentlichen Vorsprung heraus. Das „Tour-Radio“ meldete bis zu 7.40 Minuten Vorsprung.
Der Österreicher Gerhard Trampusch, ein Spezialist fürs Bergige, dominierte wie zu erwarten bei den Bergwertungen. Die Pedalritter mussten auf der Etappe insgesamt vier Bergwertungen der 3. Kategorie bewältigen, die letzte am Hohen Hagen bei Kilometer 159,9. Da trennte sich die Spreu vom Weizen, die Zehnergruppe wurde gesprengt und es waren 20 Kilometer vor dem Ziel noch vier an der Spitze des Feldes.

Gelbes TrikotDiese vier Fahrer rasten mit weit über 60 Stundenkilometern die Dransfelder Straße hinunter Richtung Ziel. Doch sie mussten noch eine Runde in Göttingen absolvieren. Über das Geismartor – Geismar Landstraße – Danziger Straße – Stettiner Straße – Sandweg -Rosdorfer Weg – Leinebrücke, Wiesenstraße – Bürgerstraße. Da zeigten die Herren Radsport in Vollendung, ließen den Verfolgern keine Chance, bauten den Vorsprung aus.
Der Gerolsteiner Förster sah schon bei der ersten Zieldurchfahrt sehr stark aus. Und dieser Eindruck sollte sich bestätigen. Als die Radfahrer die Bürgerstraße Richtung Ziel entlang rasten, da sah man „blau“, das Gerolsteiner Trikot dominierte eindeutig, Förster ließ sich exakt um 17.32 Uhr, also nach 4:32 Stunden, den Etappensieg nicht mehr nehmen. Auf den Plätzen folgten der Tscheche Petr Bencik, der Österreicher Gerhard Trampusch und der Belgier Bart Dockx. Über eine Minute später kamen die nächsten Verfolger und mit über fünf Minuten folgte dann das imposante Hauptfeld.
Im Gelben Trikot fährt nun Steffen Radochla (Team Wiesenhof). Weil er in der ersten Sprintwertung gewann, setzte er sich vor Robbie McEwen. Kaum war das Hauptfeld angekommen, da fuhren auch schon wieder die Lkw vor, die Absperrungen wurden umgehend abgeräumt, noch während die Akteure die Siegerehrung absolvierten.

Tour d’ Energie:

Duderstädter Hüter gewinnt Jedermann-Rennen: Wenn Hobbyfahrer Gas geben...

Erstmals wurde bei der Niedersachsen-Rundfahrt das Jedermann-Rennen „Tour d‘Energie“ an eine Etappe der Profis gekoppelt. 1 063 Starter, darunter etwa 50 Frauen, machten sich bei besten Bedingungen von den Zieten-Terrassen auf die 80 Kilometer lange Strecke durch Südniedersachsen. Das Rennen gewann Jens Hüter vom VCE Duderstadt 1 in einer Zeit von 1:51:56 Stunden souverän. Das Geschehen vor dem Start oben auf den Terrassen beherrschte El Diabolo, der Teufel Didi Senft, den jeder Radsportfan von der Tour de France bestens kennt. Er sorgte zusammen mit Moderator Christian Stoll (Hitradio Antenne) für beste Stimmung. Der siebenmalige Niedersachsenrundfahrt - Etappengewinner Thorsten Wilhelms gab Ernährungs-Tipps für die Laien. „Bananen sind viel besser als Riegel, weil sie viel länger vorhalten“, so Wilhelms, der zwischen 1993 und 2003 erfolgreich radelte und mit Jan Ulrich im Team Bianchi unterwegs war. Es war ein gewaltiger Anblick, der gesamte Platz vor der Funsporthalle war mit startenden Radfahrern in bunten Trikots gefüllt. Bürgermeister Ulrich Holefleisch und Sparkassen-Vorstand Rainer Hald gaben pünktlich um 12.30 Uhr den Startschuss. Neutralisiert, das heißt noch recht gemütlich und im geschlossenen Feld, ging’s bis Groß Ellershausen, wo dann der fliegende Start erfolgte. Landrat Reinhard Schermann und Stadtrat Hans-Peter Suermann hatten (verletzungsbedingt) abgesagt, dafür absolvierte Stadtbaurat Thomas Dienberg die Strecke in 2:20 Stunden. „Ich fahre regelmäßig Rad und habe ab Januar intensiver trainiert.“ Die Teilnehmer sind sich einig: Im kommenden Jahr muss es wieder ein Jedermann-Rennen geben – die Sparkasse ist mit dabei. „Wir werden ein solches Rennen wieder unterstützen“, war der Sparkassenvorstandsvorsitzende Rainer Hald vom Event begeistert, schließlich hatte auch die Sparkasse ein Team am Start. Und auch die Stadtwerke und die Polizei würden jederzeit wieder unterstützen, das stand schon am Renntag fest. „Wir werden dann auch eine Mannschaft stellen“, versprach der Göttinger Polizeidirektor Thomas Rath.

Die Göttinger feierten Etappensieger Robert Förster. Foto: bb

Die Göttinger feierten Etappensieger Robert Förster. Foto: bb

Im Gelben Trikot fährt nun Steffen Radochla. Foto: Wenzel

Im Gelben Trikot fährt nun Steffen Radochla. Foto: Wenzel

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