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Basketballl: BG verliert 65:68
Sie treffen einfach nichts!
Erst hatten sie kein Glück – und dann kamen auch noch Pech und Unvermögen dazu! Die Basketballer der BG Göttingen warten im Jahr 2012 weiter auf ihren ersten Sieg, gegen den Tabellenzweiten ratiopharm Ulm verloren die Veilchen trotz starker Defense letztendlich unglücklich mit 65:68 (39:38). Trainer Michael Meeks: „Ich bin stolz auf die Art und Weise, wie meine Mannschaft heute gespielt hat. Sie hat gut gekämpft. Es ist schwer für die Jungs, die viele Minuten spielen müssen, am Ende noch voll da zu sein und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das Spiel heute war enger als viele andere Spiele in dieser Saison. Es wird die Jungs sicher noch etwas länger beschäftigen.“
Und überhaupt: Wer war hier eigentlich das Schlusslicht und wer war das Spitzenteam? Die BG zeigte Kämpferherz und Teamgeist, Sykes und Evans ackerten unter den Körben und als Jerel Allen mit zwei Dreiern innerhalb von 35 Sekunden auf 24:14 erhöhte (8.), erinnerte die Stimmung in der S-Arena wieder an gute alte BG-Zeiten. Was war denn hier los? Die Veilchen dominierten die Partie weiter nach Belieben, Bailey erhöhte mit einem Dreier auf 29:16, Horn legte das 31:16 nach (12.). So furios konnte es natürlich nicht weitergehen, Bryant räumte jetzt alles unter dem Ulmer Korb weg und die Gäste aus der Donaustadt verkürzten mit einem 11:0-Lauf auf 31:27 (17.). Jetzt bloß nicht an Berlin denken...
Paris Horne beendete die Ulmer Aufholjagd mit einem Dreier zum 34:27, Bailey erhöhte auf 39:29, ehe die Schiedsrichter die Ulmer in der Schlussminute mit zwei technischen Fouls gegen Max Weber und die BG-Bank wieder ins Spiel brachten, mit sechs verwandelten Freiwürfen kamen die Gäste bis auf 39:38 heran, gellendes Pfeifkonzert begleitete die Unparteiischen in die Kabinen.
Jetzt galt es, das 3. Viertel irgendwie heil zu überstehen, das Veilchen - Katastrophen - Viertel, in dem die BG in dieser Saison schon so viele Spiele verloren hatte. „Wir schaffen das”, gab sich Ex-Coach John Patrick in der Halbzeit optimistisch. Er drückte „seinen Veilchen” jedenfalls kräftig die Daumen. Auch wenn es in der Offense zunehmend schlechter lief, schien dieses Viertel auch ganz gut anzulaufen, zumal die BG in der Defense weiter sehr gut stand. Doch nach einer 48:45-Führung (25.) drehte jetzt mit Rocky Trice ein guter alter Bekannter auf Ulmer Seite auf und brachte seine Farben mit sechs Punkten 53:50 in Führung (18.). Mit 12:15 ging dieses Viertel am Ende für Veilchen-Verhältnisse relativ glimpflich aus. Mit einem knappen 51:53 ging es ins finale Viertel, es war noch alles drin. Let’s go BG! Und jetzt bloß nicht an das Hinspiel denken...
Für Spannung war auf jeden Fall gesorgt, die Veilchen verteidigten weiterhin auf hohem Niveau, in der Offense fehlten allerdings auch die Ideen und spielerischen Möglichkeiten, den Ulmer Abwehrriegel auszuhebeln. Oder es fehlte auch das Quäntchen Glück wie beim Stand von 57:61 als der Ball bei vier Versuchen in Folge wieder vom Ring zurücksprang, der Ulmer Korb schien in dieser Phase wie vernagelt. Viele Fans fragten sich mit zunehmender Spielzeit auch, warum Meeks den zuvor überzeugenden Jerel Allen nicht brachte. Bauscher löste den Knoten mit seinem Dreier zum 62:64 rund 14 Sekunden vor der Schluss-Sirene, Jerel Allen durfte erst ran, als es zu spät war, er traf mit einem weiteren Dreier zum 65:66, noch sechs Sekunden, doch Ulm schaukelte den glücklichen Sieg an der Freiwurflinie über die Runden. Es soll wieder einfach nicht klappen mit einem BG-Sieg und der Basketball-Gott war an diesem Samstag auch ein Ulmer...
Punkte: Bailey 16/2, Sykes 15, Horne 11/1, Allen 9/3, Evans 6, Bauscher 6/2, Weber 2.
Beste Spieler: Bailey, Sykes - Swann 15/1, Trice 14, Bryant 10
Spielfilm: 8:8 (4.), 21:14 (8.), 29:16 (12.), 31:24 (16.), 39:38 (20.), 46:43 (24.), 50:51 (28.), 55:55 (32.), 57:61 (36.)
Viertel: 26:14, 13:24, 12:15, 14:15
Rebounds: 48 – 48
Trefferquote Feld: 34 % – 34 %
Freiwürfe: 11 v. 19 - 17 v. 20
Zuschauer: 2.372
München - Oldenburg 102:71
Göttingen - Ulm 65:68
Ludwigsburg - Bamberg 69:101
Braunschweig - Trier 78:72
Gießen - Tübingen 76:61
Quakenbrück - Bonn 93:83
Bayreuth - Berlin 80:77
Schon 10.000 Euro gesammelt
Unter dem Motto „BG-Fans zeigen Herz“ haben die Anhänger der Veilchen eine Sponsoring-Aktion ins Leben gerufen, um Geld für eine sportliche Neuverpflichtung zu sammeln. Mit riesigem Erfolg: „Wir haben bereits über 10.000 Euro zusammen“, verkündete Initiator Hartmut Niemann nach dem gestrigen Spiel. Die Aktion läuft noch bis zum 28. Januar, vielleicht kommen jetzt sogar noch mehr als die anvisierten 15.000 Euro zusammen, jeder Betrag zählt. Für die Aktion wurde ein Sonderkonto bei der Sparkasse Göttingen eingerichtet: Veilchen-Power, Sonderkonto „BG Fans zeigen Herz“, Konto-Nummer 56 02 21 48, BLZ 260 50001. Einzahlungen können in jeder gewünschten Form vorgenommen werden, per Überweisung, per Einzugsermächtigung (gibt es unter www.veilchen-power.de) oder auch in bar. Sollte die Neuverpflichtung scheitern, gibt es das Geld zurück.Both und Born stark!
BG 74-Männer gewinnen 83:76
Die Männer der BG 74 Göttingen sind in der Regionalliga erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Gegen den EBC Rostock gewannen die Veilchen in der heimischen FKG-Halle verdient mit 83:76 (42:49). Trainer Hans-Werner Schmidt: „Das war ein Pflichtsieg, zumal Rostock nur mit acht Spielern angetreten war.“Im ersten Durchgang kamen die Gastgeber nicht so recht ins Spiel, vor allem in der Defense erlaubte sich die BG zu viele Nachlässigkeiten. Rostock mit dem stark auftrumpfenden Sven Hellmann (24 Punkte) führte zur Pause mit 49:42. Schmidt stellte nach der Pause vorwiegend auf Zone um und im Gegensatz zu den bisherigen Spielen in dieser Saison steigerten sich die Veilchen nach der Pause und legten den Grundstein zum Sieg ausgerechnet im Schlussviertel, in dem sie schon so viele Spiele noch verloren hatten. Vor allem das überragende Duo Jan Christian Both und Sebastian Born sicherte den Veilchen die Hoheit unter den Brettern und machte zusammen mit Rosenberg auch die entscheidenden Punkte.
Punkte: Both 26/1, Born 17, Rosenberg 17/1, Maertens 8/1, Schikowski 7/1, Schmidt 5 und Nolden 3/1.


