Donnerstag, 17. Mai 2012

- letzte Aktualisierung: 17.05.2012 um 02:24 Uhr


Leserservice

Haben Sie Fragen, Anre- gungen oder Probleme mit der Zustellung?

Extra Tip Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. 9:00 - 18:00 Uhr
Prinzenstraße 10-12
37073 Göttingen

HG Rosdorf-Grone vs. SG Hohnhorst/Haste 25:26

Jaissle: „Ein Totalausfall“

Foto: Wenzel

Foto: Wenzel

Ein Unglück kommt selten allein. Spielmacher Frederik Brandes zog sich eine Verletzung am Daumen zu und die HG Rosdorf-Grone unterlag ausgerechnet gegen das Schlusslicht HG Hohnhorst / Haste nicht unverdient mit 25:26 (11:15).

(Göttingen/bb) Lothar Exler, Rosdorfer Mädchen für alles, hatte in der Nacht dafür gesorgt, dass der Boden der Sporthalle glänzte, Hallensprecher Manfred Heise war über die neue Soundanlage in der Halle überglücklich. „Jetzt können mich alle verstehen”, freute sich Heise. Doch schon vor dem Anpfiff hatte er so ein Gefühl: „Das wird heute nichts!“
Und seine Prognose wurde gleich in den Anfangsminuten bestätigt. Eine Mannschaft, die Gäste aus Hohnhorst / Haste, war auf dem Platz, die andere, die HG Rosdorf-Grone, war irgendwo ganz wo anders. So war es dann auch wenig verwunderlich, dass es trotz früher Auszeit von HG-Coach Mirko Jaissle in der 11. Minute 2:8 stand. Doch noch ließen sich die Rosdorfer nicht aus der Ruhe bringen und versuchten weiter in ihr Spiel zu finden. Jaissle hatte da für Hubertus Brandes schon Marlon Krebs und für Torhüter Christoph Büthe Simon Eichhorn gebracht. Das Spiel der Gastgeber wurde einen Hauch besser und sie kamen langsam heran – bis sich Hubertus Brandes, der in der Zwischenzeit für Gerrit Kupzog wieder aufs Feld gekommen war, bei einem Torerfolg am Daumen verletzte und damit komplett ausfiel. Mit einem verdienten Vier-Tore-Rückstand ging es für die HG in die Pause.
Alles wartete nun auf die Initialzündung – sie kam an diesem Tag nicht. Doch die Gäste gerieten im zweiten Abschnitt häufig in Unterzahl, so dass sich die Rosdorfer herankämpfen konnten. Trotzdem scheiterten sie mit unvorbereiteten Würfen, die in den Fängen des guten Gästekeepers Kristof König landeten. Aber auch der konnte nicht verhindern, dass die Rosdorfer ausglichen und in der 53. Minute durch Chris Osei-Bonsu sogar mit 23:22 in Führung gehen konnten. Das sollte die erste und letzte Führung bleiben, denn der Vorsprung wurde überhastet im nun plötzlich hektischen Spiel wieder aus der Hand gegeben. Individuelle Fehler in Angriff und Abwehr der Rosdorfer erfreuten die Gäste und sie konnten trotz Unterzahl mit 23:24 und 24:25 in Führung gehen. Den letzten Angriff hatten die Rosdorfer. Es stand 25:26, doch auch der landete beim Gegner. Die Gäste spielten dann die noch verbleibenden zehn Sekunden geschickt herunter.
Ziemlich fassungslos war HG-Coach Mirko Jaissle: „Mir fehlen die Worte, das war heute ein Totalausfall. Wir haben nie die Bindung zum Spiel gefunden, weder im Angriff noch in der Abwehr. Und wenn man schon trotz so einer schlechten Leistung in Führung geht, dann muss man den Sack zu machen.“ Jaissle, der in dieser Woche seinen Vertrag bis 2013 verlängert hatte, wähnte sein Team schon einen Schritt weiter. Die verlorenen Punkte gegen die natürlich überglücklichen Spieler aus Hohnhorst/Haste könnten der HG Rosdorf-Grone am Saisonende noch bitter aufstoßen.

Tore: Kupzog 9/2, Ruck 5, Krebs 5, Frölich 3, Brandes 1, Greve 1, Osei-Bonsu 1

Spielfilm: 0:2 (3.), 1:5 (7.), 2:8 (11.), 5:9 (17.), 8:12 (23.), 11:13 (27.), 13:17 (33.), 18:21 (44.), 22:22 (52.), 23:22 (53.), 24:26 (58.).

Beste Spieler: Kupzog, Ruck  – König (TW), Wilhelms 7

Siebenmeter: 5/2 – 5/5

Zeitstrafen: 4 – 12 Min.

Disqualifikation: Bohnhoff (49.)

Zuschauer: 119

Schiedsrichter: Rahenbrock / Hoffmann (Wolfsburg)


zurück