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HG Rosdorf-Grone - MTV Großenheidorn 30:35
Totales Blackout
Die HG Rosdorf - Grone lieferte gegen den Tabellennachbarn aus Großenheidorn ein wenig berauschendes Spiel ab und verlor klar und völlig verdient mit 30:35 (17:14). Die letzte Viertelstunde des Spiels stand das Team von Trainer Lars Rindlisbacher komplett neben sich. „Da haben wir uns aufgegeben – die Mannschaft war im Kopf nicht da, aber warum?“, rätselte der HG-Trainer nach 60 wenig erbaulichen Minuten.
Mit der Ruhe war nach dem Seitenwechsel Schluss. Die Gäste verkürzten auf 17:16, doch Einzelaktionen ließen die Rosdorfer im Glauben, der wieder herausgespielte Vorsprung würde ausreichen. Doch weit gefehlt! Bis zur 40. Minute waren die Gäste wieder dran und gingen in der 47. Minute erstmals in Führung. Als der Vorsprung der Gäste zwei Tore betrug, nahm Rindlisbacher eine Auszeit. Gestenreich und mit vielen Worten versuchte er, auf sein Team einzuwirken. Das blieb noch fünf Minuten im Spiel, doch dann fiel bei den Rosdorfern endgültig der Hammer, nichts ging mehr! Das Team hatte einen kurzen, aber „heftigen und totalen Funktionsausfall“. Selbst Anspiele über kurze Distanz kamen nicht mehr an, Großenheidorn war dagegen hellwach und versenkte nun jeden Ball. „Jetzt spielt noch ‘mal fünf Minuten richtig“, forderte der verletzte Sebastian Frank. Doch auch das half nicht, das Team fiel förmlich auseinander... und verlor verdient. „Wir wussten, dass wir hier gewinnen können“, so Großenheidorns Trainer Stefan Lux. „Die Rosdorfer können ihre Leistung derzeit nicht abrufen – wir haben als Team funktioniert“, freute er sich.
Auf den ohnehin nicht gut besetzten Rängen machte das unschöne Wort der „Arbeitsverweigerung“ die Runde. Am Spielfeldrand saßen die fassungslosen Rosdorfer Spieler, die gar nicht so recht wussten, wie ihnen geschehen war. Nur Marcus Wuttke konnte sich freuen, als er seinen siebenMonate alten Sohn Tom auf dem Arm hielt. „So kommen wir nicht an Duderstadt ran“, so Wuttke.
Apropos Duderstadt. Der TV Jahn trifft heute um 18 Uhr in der Mündener Gymnasiumsporthalle auf die TG Münden. Die Mündener sind schärfster Verfolger des Tabellenführers aus Barsinghausen. Aus dem Eichsfeld war zu hören, dass das Team von Stephan Albrecht die Saison und den geplanten Aufstieg schon „ad acta“ gelegt hat – vielleicht aber auch nur ein geschickter Schachzug vor dem Südniedersachen – Derby, Motto: Den Gegner in Sicherheit wiegen und dann zuschlagen...
HG Rosdorf-Grone:
Kurzrock, Fink – Brand 9, Wuttke 7/3, Kanar 5, Jentsch 4, Norpoth 3, Hogreve 2, Osei-Bonsu, Knöchel, Asmussen.
Spielfilm:
3:1 (3.), 5:3 (6.), 6:4 (8.), 10:6 (16.), 12:8 (20.), 14:8 (22.), 14:11 (24.), 17:13 (29.), 17:16 (32.), 20:18 (36.), 21:21 (40.), 24:24 (46.), 25:27 (50.), 28:28 (55.), 28:32 (59.)
Beste Spieler:
Jentsch (1. Hz.) – Björn Teßmann (9), Bertrand Salzwedel (8)
Siebenmeter:
4 / 3 - 2 / 2
Zeitstrafen:
0 – 10 Min.
Zuschauer:
116
Schiedsrichter:
Schünemann / Fritz (Idensen)


