Donnerstag, 17. Mai 2012

- letzte Aktualisierung: 17.05.2012 um 02:24 Uhr


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„Göttinger Elch“ für Cartoonistin Franziska Becker

Ein Elch kommt selten allein!

Die ersten Becker-Gratulanten: Sparkassen-Vorstand Rainer Hald und Wolfgang Meyer.	Foto: Rampfel

Die ersten Becker-Gratulanten: Sparkassen-Vorstand Rainer Hald und Wolfgang Meyer. Foto: Rampfel

Der Satirepreis „Göttinger Elch 2012“ ist gestern Abend im Deutschen Theater an Franziska Becker überreicht worden. Die erfolgreiche Cartoonistin, Comiczeichnerin, Illustratorin, Malerin und Objektkünstlerin reiht sich damit in die illustre Schar der bisherigen Preisträger ein – darunter Robert Gernhardt, Gerhard Polt, Harry Rowohlt, Emil Steinberger, Otto Waalkes, Helge Schneider, Olli Dittrich oder Josef Hader. Der Preis ist dotiert mit einer Urkunde, einer massivsilbernen Elch-Brosche, 99 Dosen „Original Göttinger Elch-Rahm-Süppchen“, 3.333.33 Euro in bar sowie der Ausrichtung einer Preisträger-Veranstaltung.

Ursprünglich sollte Verlegerin Antje Kunstmann die Laudatio auf die Preisträgerin halten, sie erkrankte und so sprang Alice Schwarzer kurzfristig ein. Aber den Auftakt machte der Göttinger Oberbürgermeister. „Becker ist die beste Karikaturistin im Land und Deutschlands witzigest Frauenrechtlerin“, lobte Wolfgang Meyer. „Ihr Humor kommt von Herzen.“
Laudatorin Schwarzer wusste zu berichten, dass sie seit 35 Jahren Freundin, Verlegerin und Arbeitskollegin ist. „Aber so aufgeregt wie heute habe ich sie noch nie gesehen“, so Schwarzer. „Becker ist über Jahrzehnte Chronistin unserer Zeit, sarkastisch aber nie zynisch und sie hat ein photographisches Gedächtnis.“
Und die Preisträgerin? „Ich fühle mich sehr geehrt, besonders wenn man die vorhergehenden Preisträger ansieht.“ Für sie, so berichtete Becker, komme es nie in Frage auf dem PC zu zeichnen und „die Elchsuppen werde ich bis ins hohe Alter einzeln verzehren – oder ich mache ein großes Elch-Suppen-Fest.“
Der Göttinger Elch wird seit 1997 von einer unabhängigen Jury in Kooperation mit der Stadt Göttingen jährlich in „Anerkennung eines Lebenswerks oder einer Multibegabung satirischer Provenienz“ vergeben. Die Ausstellung „Letzte Warnung“ mit Cartoons, Gemälden und Objekten der diesjährigen Preisträgerin ist noch bis zum 9. April im Alten Rathaus Göttingen zu sehen (Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr). Und da Franziska Becker schon einmal in Göttingen ist, wird sie am heutigen Sonntag (29. Januar) von 11 bis 12 Uhr dort eine Signierstunde abhalten.

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