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Die Zeitung zum Sonntag.

Polizeibericht: Vorsicht, Trickdiebe!

Symbolbild Foto: Wenzel

Ein unbekannter Trickdieb hat am Donnerstagmittag (19.07.19) eine 84-jährige Frau in ihrer Wohnung in der Straße „Am Steinsgraben“ bestohlen. Der Täter erbeutete Schmuck und Bargeld im unteren fünfstelligen Bereich.

(mb) Nach ersten Informationen hatte sich ein Mann bei der Seniorin als Wasserwerker ausgegeben und angegeben, die Wasserleitungen im Haus und somit auch in der Wohnung überprüfen zu müssen. Die Frau wurde von dem Unbekannten aufgefordert, das Wasser in der Küche zu überprüfen. In diesem Zeitraum konnte sich der Mann frei in der Wohnung bewegen. Der angebliche Handwerker verließ einige Zeit später die Wohnung.
Kurz darauf stellte die ältere Dame den Diebstahl ihrer Wertsachen fest und alarmierte daraufhin die Polizei.
Der Täter wird wie folgt beschrieben: circa 1,75 Meter groß, etwa 30-35 Jahre alt, kurze dunkle Haare, sonnengebräunte Haut, Drei-Tage-Bart und sprach akzentfrei deutsch. Er habe eine dunkle Sommerjacke und eine graue Hose sowie ein graues Basecap getragen.
Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Göttingen unter Telefon 0551/491-2115 entgegen.
Die Polizei rät in solchen Fällen:

Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung!

Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer Türsprechanlage Gebrauch.

Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort – legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an.

Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.

Überlegen Sie bei angeblicher hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür (Beispiel: Bitte um Schreibzeug oder um ein Glas Wasser): Woher sollte der Nachbar die Besucher wirklich kennen? Warum wenden sich die Besucher im Notfall nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern an eine (abgelegene) Privatwohnung?

Machen Sie bei hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür das Angebot, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser etc.) hinauszureichen, und halten Sie dabei die Tür gesperrt.

Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel). Sorgen Sie dazu für gute Beleuchtung und benutzen Sie, wenn nötig, eine Sehhilfe.

Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus und ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu.

Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt worden sind.

Nehmen Sie nichts für Nachbarn ohne deren Ankündigung oder Auftrag entgegen. Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe.

Pflegen Sie Kontakt zu älteren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern.

Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen, und übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer.