Die seit Längerem geplante und diskutierte Weiterentwicklung der Abfallbehandlungsanlage in Deiderode ist einen wichtigen Schritt vorangekommen. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Göttingen hat einstimmig entschieden, dass Vertreter*innen der Stadt in der Verbandsversammlung des Abfallzweckverbandes Südniedersachsen (AS) ihre Zustimmung unter anderem

– zum Jahresabschluss 2018,

– der Entlastung des Geschäftsführers sowie

– dem Grundsatzbeschluss zur verfahrenstechnischen Weiterentwicklung der mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) in Deiderode geben sollen.

Die MBA solle umgebaut und die Nassvergärung in eine Trockenvergärung überführt werden, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung.

Um die Wirtschaftlichkeit des Zweckverbandes unter Beachtung von Klimaschutzzielen zu erhöhen sowie auch zur Stärkung der Region hatte dieser das Konzept über die verfahrenstechnische Weiterentwicklung der MBA Südniedersachsen bereits 2017 vorgestellt. Der Umbau des biologischen Teils der MBA in eine Anlage zur Trockenvergärung sei aus wirtschaftlicher Sicht vorteilhaft und trage somit langfristig zur Gebührenstabilisierung bei. Dieser Ansicht schloss sich der Verwaltungsausschuss nun an. Der finanzielle Vorteil einer Verfahrensumstellung durch Reduzierung der Betriebskosten und der Kosten für die energetische Verwertung der heizwertreichen Fraktion überwiege den Mehraufwand, der durch die zu tätigende Investition in Form von Abschreibung und Verzinsung entstehe.

Der Abfallzweckverband Südniedersachsen wurde 2003 als Körperschaft öffentlichen Rechts gegründet. Mitglieder sind neben der Stadt Göttingen der Landkreis Göttingen und der Landkreis Northeim. Der Zweckverband betreibt auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Deiderode  die mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA), in der die Restabfälle aus dem Verbandsgebiet für die energetische Verwertung oder endgültige Entsorgung aufbereitet werden. (henk/pdg)