Drei Wochen war „Verkehrspolizist Eberhard Dobermann“ wie vom Erdboden verschluckt. Unbekannte hatten das Denkmal für den Schauspieler Heinz Erhardt von seinem Platz am Weender Tor verschleppt. Der Diebstahl des einzigen Heinz-Erhardt-Denkmals in Deutschland erregte bundesweites Aufsehen.

Diese Woche wurde Schutzmann Dobermann überraschend auf dem Wall in der Nähe des Alten Botanischen Gartens entdeckt. Hier lehnte er an einem Baum. Eine Spaziergängerin informierte die Polizei. Die Beamten nahmen ihren „Kollegen“ in Obhut und transportierten ihn zur Wache. Vor Ort kam ans Licht, dass das Denkmal offenbar bereits mehrere Ortswechsel vollzogen hatte. Es soll zuvor an weiteren Bäumen gelehnt haben. Wie und wann genau die Figur auf den Wall kam, ist laut Polizei völlig unklar. Fest steht, dass die Stele die unfreiwillige Entführung nicht gänzlich unbeschadet überstanden hat. Sie wird in naher Zukunft an die Stadt zu­rück­gegeben.

Die Stele wurde im Jahr 2003 aufgestellt. Sie erinnert an die Filmstadt Göttingen und Heinz Erhardt (1909–1979), der von 1956 bis 1960 hier acht Filme drehte. Als Verkehrspolizist Eberhard Dobermann regelte er in dem Film „Natürlich die Autofahrer“ den Verkehr am Weender Tor. henk/jk