Im Göttinger Amtshaus ist Montagnacht gegen 3.00 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen.
Betroffen war nach bislang vorliegenden Erkenntnissen das Treppenhaus des Gebäudes.
In dem dreistöckigen Amtshaus neben dem Neuen Rathaus sind unter anderem die Ausländerbehörde und das Jobcenter untergebracht.  Die Göttinger
Berufsfeuerwehr war bis gegen 5.50 Uhr mit den Löscharbeiten beschäftigt.  Der Bereich rund um den Hiroshimaplatz war für den Verkehr gesperrt.
Im Zusammenhang mit dem Feuerist mittlerweile im Internet ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Die Polizei Göttingen geht angesichts dieser Tatsache inzwischen von einem gezielten Brandanschlag auf das Behördengebäude, und hier insbesondere die darin untergebrachte Ausländerbehörde, aus. Die Täter würden aufgrund des Inhaltes des Bekennerschreibens der linksextremistischen Szene zugeordnet.
Wie das Feuer ausgelöst wurde, ist zurzeit noch unklar. Kriminaltechniker und Brandermittler verschafften sich am Morgen an der Brandstelle einen ersten Überblick, nahmen spurentechnische Untersuchungen vor. Die Tat verursachte im Gebäudeinnern erhebliche Schäden. Über die genaue Schadenshöhe ist zurzeit nichts bekannt.
Der Brandort ist von der Polizei beschlagnahmt. Für die weiteren Ermittlungen
wurde im Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Göttingen eine
zehnköpfige Sonderkommission (SOKO) eingerichtet. Noch am heutigen Tage werden
Experten der Brandursachenkommission des Landeskriminalamtes Niedersachsen aus
Hannover den Tatort weiter untersuchen.